28.05.2019 13:51

Neue Sender

Digitalradio DAB+ offiziell gestartet

Das digitale Antennenradio DAB+ hat am Dienstag offiziell seinen Sendebetrieb aufgenommen. Den Anfang machten die Ostregion sowie die Ballungsräume Graz, Linz und Bregenz. In drei Phasen soll die technische Reichweite bis nächstes Jahr auf 83 Prozent der Bevölkerung ausgeweitet werden.

Mit dem Start von DAB+ sind ab sofort etliche neue Radiokanäle empfangbar - für Radio-Arabella-Geschäftsführer Wolfgang Struber ein Hauptvorteil des digitalen Radios. Außerdem bedeute der digitale Radiobetrieb mehr Wertschöpfung in Österreich und damit letztendlich Arbeitsplätze. „Das gesamte UKW-Spektrum ist ausgeschöpft“, erklärte Michael Wagenhofer von der ORF-Sendetochter ORS. „In Wahrheit passt da kein einziges Radioprogramm mehr hinein.“ Weitere Vorteile: kein „Rauschen“ beim Empfang und Unabhängigkeit vom Internet.

In der Ostregion sind seit Frühling 2018 bereits einige Sender empfangbar, nun kommen neun neue hinzu. Neben etablierten Marken (Arabella, Energy, 88.6) gibt es unter anderem Kinderradio, mehrere christliche Sender, Arabisches aus Qatar und Nachrichten aus Russland „abseits des sogenannten ‘Mainstreams‘“ - so die Beschreibung des entsprechenden Senders Mega Radio, der mit dem staatlichen russischen Radio SNA kooperiert. Ein paar Plätze sind sogar noch frei.

ORF-Radios nicht dabei
Der ORF ist nicht dabei, im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern. Wagenhofer begründete das mit den gesetzlichen Limitierungen, es sei dem ORF ja nicht erlaubt, zusätzliches Programmangebot zu schaffen. Daher hätte der Öffentlich-rechtliche „keinen Mehrwert, nur zusätzliche Kosten“. DAB+ sei überhaupt nur möglich aufgrund der Innovationskraft der österreichischen Privatsender, zeigte sich der Verband Österreichischer Privatsender überzeugt.

Für den Empfang von DAB+ sind eigene Radiogeräte notwendig, der Handel sei aber gerüstet, hieß es. Mediamarkt/Saturn etwa versicherte im Vorfeld des Sendestarts, dass die Regale der Elektronikkette „voll“ seien mit entsprechenden Radios.

 krone.at
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