27.05.2019 21:00

Tanz-Premiere

Kraftvolle Perfektion bei „Yama“-Uraufführung

Man konnte nur staunen bei der Uraufführung des Tanzstücks „Yama“ von Ashley Lobo in der BlackBox des Linzer Musiktheaters. So perfekt, so punktgenau saß jede Bewegung der zahlreichen Tänzer, dass man sich als Zuschauer komplett mitreißen lassen konnte von den kraftvollen, archaischen Szenen.

Der philosophische Überbau des Tanzstücks „Yama“ dreht sich um den gleichnamigen indischen Gott des Todes und die Bedeutung des Todes auch im Leben.

Bollywood-Star
Ashley Lobo, der schon für über 20 Bollywood-Filme die Choreografien schuf, ist ein Meister seines Fachs. Er wechselt rasche, von wummerndem Beat (Sounddesign und Video: Philipp Feichtinger, Marlene Reischl) begleitete Ensemble-Szenen mit intimeren Paar-Tänzen ohne Musik ab. Er treibt seine Tänzer an ihre Grenzen, lässt sie vor dem Auftritt meditieren, damit sie voll konzentriert vor das Publikum treten können. Karge Bühne und androgyne Kostüme (Hans Winkler) lenken alle Aufmerksamkeit auf die kraftvolle Perfektion ihrer Bewegungen. In manchen Momenten scheint die Schwerkraft abgeschafft worden zu sein, so federleicht wirbeln die asketischen Körper durch den dunklen Raum der BlackBox im Linzer Musiktheater.

Philosophischer Überbau hin oder her, ein Genuss für die Sinne ist „Yama“ in jedem Fall.

Weitere Vorstellungen: 29. und 31. Mai; 4., 7., 9., 13., 15. und 18. Juni

Jasmin Gaderer/Kronen Zeitung

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