26.05.2019 20:57

French Open 2019

Federer, Tsitsipas und Nishikori sicher weiter!

Roger Federer hat bei seinem Comeback in Roland Garros einen souveränen Auftaktsieg gefeiert! Der 20-fache Major-Sieger ließ dem Italiener Lorenzo Sonego beim 6:2, 6:4, 6:4 am ersten Tag der mit 42,66 Millionen Euro dotierten French Open in Paris keine Chance. In drei Sätzen weiter sind mit Stefanos Tsitsipas und Kei Nishikori auch die Nummern 6 und 7 des Grand-Slam-Turniers.

Dass Federer nach vier Jahren Abwesenheit die Anlage des größten Sandplatz-Turniers der Welt nach all den Modernisierungen kaum wiedererkannt hat, war eine Sache - doch auf dem Platz blieb vorerst alles beim Alten: 3 Jahre, 11 Monate und 25 Tage nach seinem bisher letzten Auftritt ließ der 37-jährige Weltranglisten-Dritte am ersten von drei Turnier-Sonntagen nichts anbrennen. „Ich bin gerne ein Außenseiter, so fühle ich mich. Ich weiß, wenn Wimbledon kommt, dann werde ich wahrscheinlich wieder ein höherer Favorit sein“, sagte Federer. „Ich mag diese Herangehensweise hin und wieder. Es macht dich lockerer bei den ‘big points‘, wenn du hier über die Anlage oder in den Presseraum gehst“, erzählte der Schweizer und fügte hinzu: „Das ist keine Show, das ist die Wahrheit. Ich weiß wirklich nicht, wie weit ich kommen kann.“ Mit seinem ersten French-Open-Auftritt nach so langer Zeit war er „sehr glücklich“. Es sei eine gute Performance gewesen. Federer trifft nun auf den deutschen Lucky Loser Oscar Otte.

Auch der erst 20-jährige Stefanos Tsitsipas war vor allem mit den ersten beiden Sätzen beim 6:2, 6:2, 7:6(4) über den Deutschen Maximilian Marterer zufrieden. „Da habe ich wirklich besser gespielt als erwartet. Der dritte war schwieriger, aber ich bin im Tiebreak mental stark geblieben. Ein guter Start in ein Turnier wie dieses“, erklärte der Weltranglisten-Sechste. Tsitsipas ist für Dominic Thiem ja einer der Mitanwärter auf den Titel. Eine Nervenschlacht gab es auf dem neuen Court Simonne Mathieu im zweiten Match. Nach 3:18 Stunden hatte der Franzose Nicolas Mahut einen 0:2-Satzrückstand gegen den als Nummer 16 gesetzten Italiener Marco Cecchinato in einen 2:6-6:7(6)-6:4-6:2-6:4-Erfolg gedreht. U.a. auch vor den Augen von Doppelpartner Jürgen Melzer und dessen Manager Ronnie Leitgeb.

Cecchinato wird einiges an Boden verlieren. Im Vorjahr war der 26-Jährige sensationell bis ins Halbfinale vorgestoßen, nach Siegen über u.a. David Goffin und Novak Djokovic an Dominic Thiem in drei Sätzen aber gescheitert. Auf Major-Niveau hat er seither aber nun schon die vierte Erstrunden-Niederlage in Folge erlitten. Vom Matchverlauf her umgekehrt verlief es für Grigor Dimitrow. Der bulgarische Ex-ATP-Finals-Sieger führte gegen den Serben Janko Tipsarevic sicher 6:3, 6:0, musste dann aber doch überraschend über fünf Sets. Nach 3:02 Stunden gewann er doch noch 6:3, 6:0, 3:6, 6:7(4), 6:4 - und verhinderte, dass er durch diese Niederlage aus den Top 50 fällt.

Für Angelique Kerber ist hingegen zur Eröffnung des neuen Center Courts bei den French Open gleich das Aus gekommen. Die 31-jährige Deutsche, in Paris als Nummer 5 gesetzt, musste sich trotz einer Verletzung im Vorfeld doch überraschend der Russin Anastasija Potapowa mit 4:6,2:6 geschlagen geben. Potapowa ist im WTA-Ranking auf Platz 81 zu finden. Kerber hatte vor dem Turnierstart vor zu großen Erwartungen gewarnt, weil sie nach einer Knöchelverletzung nur wenig Matchpraxis auf Sand bekommen habe. Dafür war die als Nummer 2 gesetzte Karolina Pliskova beim 6:2, 6:3 über Madison Brengle (USA) völlig ungefährdet. Die Tschechin ist nach dem Aus Kerbers eine von nun noch vier Spielerinnen, die bei dementsprechenden Resultaten Naomi Osaka vom Tennis-Thron werfen könnten. Sollte Osaka hier das Endspiel erreichen, dann bleibt die Japanerin sicher Nummer 1 der Welt. Pliskova müsste zumindest das Finale erreichen. Chancen haben auch noch Petra Kvitova und Kiki Bertens.

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