27.05.2019 07:00

Eingriff in Saalfelden

Wieder Schneise durch Wald

Forststraßen ohne Ende, muss das sein? Das fragen sich Naturschützer und Grüne in Saalfelden. Mehrere Wege wurden am Fuße des Steinernen Meeres in den Wald geschlagen. Unterhalb des Kienalkopfes fielen noch im Dezember 2018 Bäume. Und es soll weitergehen. Argumentiert wird mit der Holzwirtschaft.

Neue Zufahrtsstraßen im Wandergebiet polarisieren in Saalfelden nicht zum ersten Mal. Die massiv bekämpfte Lärchbachstraße (5 km) führt längst auf die Steinalm. Weitere Wegprojekte sind schon umgesetzt.

Auch beim Kreuzwegbankerl unterhalb der Peter-Wiechenthaler-Hütte, wo mehrere Wanderweg wegführen, gibt es neue Schotter-Trassen. „Es ist selbst in sensiblen Gebieten kein Ende in Sicht“, kritisiert Ferdinand Salzmann. Jetzt soll die Buchweißbachstraße im Landschaftsschutzgebiet verlängert werden. Holz und Jagdinteressen konkurrieren mit der Natur. Anfang Juni wird verhandelt. Antragsteller ist die Bringungsgenossenschaft Buchweißbach. Entschieden wird auf höchster Ebene, auch die Landesumweltanwaltschaft hat Parteienstellung. Stadtchef Erich Rohrmoser ist für sensibles Vorgehen: „Die Bewirtschaftung des Waldes muss aber möglich sein.“

Sabine Salzmann

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