19.05.2019 16:00

Auf der Kremsmauer:

Bergsteiger überlebt 20 Meter-Absturz

Einen 20 Meter-Absturz überlebte ein Bergsteiger (32) auf der Kremsmauer bei Kirchdorf. Er hatte sich an einem Baum festgehalten, der plötzlich nachgab.

Ein 32-Jähriger aus dem Bezirk Gmunden unternahm am 18. Mai 2019 gemeinsam mit seiner Freundin eine Bergtour auf die Kremsmauer im Grenzgebiet der Bezirke Gmunden und Kirchdorf. Die beiden starteten im Ortsgebiet von Scharnstein und überquerten die Gipfel des Hochsalm, des Mittagssteines, des Pfannsteines und des Törl in Richtung Kremsmauer.

Bäume blockierten Weg
Da der 1604 Meter hohe Gipfel der Kremsmauer wegen umgestürzter Bäume nur schwer zu erreichen war, entschloss sich das Paar vorzeitig umzukehren und den Abstieg über den Weg in Richtung Grünau im Almtal/Schwarzenbach anzutreten. Da aber auch dieser Weg mit umgestürzten Bäumen verlegt war, gestaltete sich der Abstieg schwierig und es musste eine geeignete Abstiegsvariante gesucht werden. Zu diesem Zweck hielt sich der 32-Jährige gegen 15.15 Uhr an einem Baum fest und blickte über eine Felsstufe hinunter.

„Haltegriff“ gab plötzlich nach
Plötzlich gab der Baum jedoch nach und er stürzte zuerst etwa zehn Meter über die Felsstufe, beinahe senkrecht, und anschließend ca. weitere zehn Meter über steiles Waldgelände ab, ehe er verletzt liegen blieb. Seine Freundin verständigte sofort über Notruf die Rettungskräfte und konnte dabei die genauen Koordinaten der bekanntgeben. Der Verletzte wurde von der Crew des Notarzthubschraubers „Martin 3“ mittels Tau vom Berg gerettet und ins Krankenhaus Kirchdorf geflogen. Er erlitt bei dem Unfall Verletzungen unbestimmten Grades.

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