15.05.2019 10:09

„Ist das creepy“

Die peinlichsten Momente des ersten Halbfinales

Die erste Runde des 64. Eurovision Song Contests ist geschlagen, und die ersten zehn Finalteilnehmer abseits der „Big Five“ und des Gastgebers Israel stehen fest: Beim 1. Halbfinale setzten sich im Expo Center von Tel Aviv Griechenland, Weißrussland, Serbien, Zypern, Estland, Tschechien, Australien, Island, San Marino und Slowenien durch. Nicht wenige der Auftritte empfanden die Fernsehzuschauer als doch ein wenig irritierend, weil diese, um ehrlich zu sein, nicht ganz dem hiesigen Showgeschmack entsprechen. 

Die ausgeschiedene Frauengruppe Tulia aus Polen etwa trat in bunten Folkloregewändern an und sorgte mit ihrem „Fire Of Love“ eher für depressive als ausgelassene Stimmung. „Alter. Ist das Creepy“, entfuhr es Herrn Zachy dazu auf Twitter. Andere nannten den Auftritt „polnischen Schreigesang“ und konnten genauso wenig damit anfangen.

„Hass muss siegen“
Und es war bei weitem nicht der einzige peinliche Moment. Denn seien wir ehrlich, was Hatari aus Island da aufgeführt haben, war mehr als erschreckend. Die ESC-„Rammsteinchen“ (Copyright ebenfalls Herr Zachy) gruselten mit Sadomasoschock-Elementen und Gegröle ihre Nummer „Hass muss siegen“. Das schlimmste daran: Im Finale dürfen die Gesangszombies noch einmal ran.

Verschlafenes „Wake Up“
Belgien entsandte Eliot Vassamillet mit der Ballade „Wake Up“ zum Song Contest.  Trotz des Titels wurde bei dem Song vermutlich niemand wach.

Spitzentanz in Turnschuhen
Als eigenartigster Auftritt dürfte aber Portugals Conan Osiris in die ESC-Geschichte eingehen. Der avantgardistische Performanceartist trug eine Art angeklebten Bart und vollführte mit seinem Partner Spitzentanz in Turnschuhen und grünen Gewändern. Diese durfte er nach dem Abend in den Koffer packen. Denn ins Finale hat ihn das nicht gebracht. Und was sagte Herr Zachy dazu? „Wenn man nicht hinschaut, ist es gar nicht so schlecht.“

Österreich versucht Donnerstag sein Glück
Österreichs Paenda wird am Donnerstag mit ihrer Ballade „Limits“ im 2. Semifinale um den Einzug in die Endrunde kämpfen muss. Die findet dann am Samstag (18. Mai) im Expo Center von Tel Aviv statt. Dann werden neben den 20 aus den Halbfinalen aufgestiegenen Ländern auch die „Big Five“ genannten größten Beitragszahler des Bewerbs ihren Einsatz haben: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. Und auch der heurige Gastgeber Israel ist erst in der Endrunde mit dabei. Alle 26 Nationen müssen sich dann vor den wieder erwarteten rund 120 Millionen Fernsehzuschauern beweisen, um die europäische Sangeskrone zu ergattern.

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