15.05.2019 07:00

Lehrlingswettbewerb

Die Besten der Besten in den Tourismusberufen

Es ist der österreichische Wettbewerb für Lehrlinge in den Tourismusberufen: der „JuniorSkills Austria“, der vergangene Woche in Salzburg über die Herdplatten und Tableaus ging. Teilnehmer aus ganz Österreich beweisen sich dabei in den Kategorien „Küche“, „Service“ sowie „Hotel- und Gastronomieassistent“. Das Team Tirol brillierte neunfach - und das in zwei Farben: 3x Gold und 6x Silber.

Andreas Schwemberger strahlt über das ganze Gesicht - und das mit recht: Der Jungkoch, der im „Alpenressort Schwarz“ in Mieming arbeitet, holte sich den Staatsmeistertitel im Lehrberuf „Koch“ ab. „Es waren heftige Aufgaben, aber wir wurden von unserem Trainer sehr gut vorbereitet. Er hat uns gepusht und alles aus uns rausgeholt“, erzählt der glückliche Gewinner. Drei Goldene konnten die Tiroler Jungköche für sich entscheiden.

Aber auch die Ergebnisse in den Kategorien „Service“ sowie „Hotel- und Gastronomieassistent“ können sich sehen lassen. Hier gingen jeweils drei Silbermedaillen nach Tirol. Eine sehr erfreuliche Bilanz: „Wir sind unglaublich stolz auf die Leistungen des ‘Team Tirol’ bei den heurigen Staatsmeisterschaften“, freut sich Alois Rainer, Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer Tirol.

Imagewechsel geht langsam vonstatten
Den hervorragenden Leistungen des Tiroler Teams geht eine weitere gute Nachricht voran: der langsame aber stetige Imagewechsel der Gastronomie- und Hotellerie-Berufe. Jahrelang eilte der Branche ein schlechter Ruf voraus: von unmöglichen Arbeitszeiten, schlechter Entlohnung und Dauerbelastung war die Rede. „Das mag vielleicht irgendwann einmal wahr gewesen sein, ist es aber schon sehr lange nicht mehr“, schildert Rainer.

„Man kann ganz normal fünf Tage in der Woche arbeiten“, betont der Fachgruppen-Obmann. Zudem gebe es flexible und familienfreundliche Arbeitszeiten. Das spreche sich herum. So stiegen nicht nur die Lehrlingszahlen von 2016/2017 auf 2017/2018 in Tirol um zehn Prozent, auch Einheimische würden sich wieder vermehrt für diese Berufe interessieren.

„Ich liebe diesen Beruf“
Trotzdem stehen Hotel- und Gastronomiefachkräfte sowie Köche in Tirol noch immer auf der Mangelberufsliste. Für Staatsmeister Schwemberger nicht nachvollziehbar - „Ich liebe diesen Beruf und würde ihn sofort weiterempfehlen. Dass das Ansehen zum Teil so schlecht ist, ist ein Problem, denn kochen ist so viel mehr, als nur Essen zuzubereiten“, betont der Jungkoch - und ergänzt: „Vor allem wenn man einen tollen Lehrbetrieb hat, der hinter einem steht.“

Im „Alpenressort Schwarz“ in Mieming ist die Freude über den Sieg groß, Chefkoch und Ausbilder Toni: „Ein Staatsmeistertitel in der Ausbilderkarriere ist unglaublich toll. Ich bin megastolz auf Andreas.“

Auch Mario Gerber, Obmann der Fachgruppe Hotellerie der WK Tirol sieht den Erfolg der Lehrlinge in der hohen Ausbildungsqualität, aber auch „aufgrund des herausragenden Engagements der Lehrlinge.“ In der Gesamtwertung erreichte das Team Tirol Platz drei. Nur knapp geschlagen von den Steirern und den Oberösterreichern.

Anna-Katharina Haselwanter
Anna-Katharina Haselwanter

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