15.05.2019 15:39

Schlecht gesehen:

91-Jährige Lenkerin rammt eine betagte Fußgängerin

Schwer verletzt hatte eine 91-jährige Autofahrerin eine Passantin in Eisenstadt. Denn die Frau hatte die Fußgängerin schlichtweg übersehen und mit ihrem Wagen niedergestoßen - die 80-Jährige erlitt dabei schwerste Verletzungen. Vor Gericht kam die Unfalllenkerin noch einmal mit einem blauen Auge davon.

Seit Jahren fordern Experten, dass ältere Autofahrer in regelmäßigen Abständen zur ärztlichen Untersuchung müssen - etwas, das in anderen Ländern längst Pflicht ist. Doch Seniorenverbände wehren sich heftig gegen diese Maßnahme. Dabei hätte ein schwerer Unfall in Eisenstadt im vergangenen Winter dadurch vielleicht vermieden werden können. Denn obwohl ihr Sehvermögen offenbar eingeschränkt war, setzte sich eine 91-Jährige hinter das Steuer ihres Pkw. Bei einem Kreisverkehr in Eisenstadt übersah die Pensionistin dann eine Fußgängerin und erfasste sie mit ihrem Wagen.

Das 80-jährige Opfer wurde zu Boden geschleudert und musste mit schwersten Verletzungen ins Spital eingeliefert werden. Beim Prozess in Eisenstadt beteuerte die Unfalllenkerin, dass ihr der Vorfall sehr leidtue. Aber das Opfer sei eben dunkel gekleidet gewesen: „Sie hätte mich außerdem ja auch sehen können.“ Die Richterin schlug einen Vergleich vor. Wenn die 91-Jährige 4500 Euro an die Staatskasse bezahlt, wird das Verfahren eingestellt - die Angeklagte nahm an. Die Anwältin des Opfers erklärte allerdings, dass sie womöglich weitere Ansprüche für Pflegekosten als Unfallfolge geltend machen werde.

Kronen Zeitung

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