14.05.2019 07:22

Effizientere Chips

Infineon forscht in Villach an „Energiezukunft“

Unter dem Namen UltimateGaN ist am Montag in Villach ein neues, europäisches Forschungsprojekt unter der Leitung des Chipherstellers Infineon Austria gestartet worden. Ziel ist es, kleinere, energieeffiziente Chips zu marktfähigen Kosten zu entwickeln und zu produzieren. 48 Millionen Euro werden in den nächsten drei Jahren investiert.

Wie die Verantwortlichen am Montag in Villach sagten, soll das Projekt nichts weniger als „die Energiezukunft einläuten“. 26 Partner aus neun Ländern forschen an der nächsten Energiesparchip-Generation, die auf dem neuen Halbleitermaterial Galliumnitrid (GaN) basiert.

Dieses EU-Projekt mit starker regionaler Verankerung sei ein zentraler Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in Europa, erklärte Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG. Es werde erwartet, dass künftig 25 Prozent des globalen Energiebedarfs auf die Informationstechnologie entfallen, bedingt durch die neuen, energieintensiveren Netze wie 5G oder die vermehrte Nutzung von Blockchains, so Herlitschka.

  • Andreas Urschitz, Leiter der Sparte Power Management & Multimarket, Vorstandsvorsitzende Sabine Herlitschka und Projektkoordinator Herbert Pairitsch
    Andreas Urschitz, Leiter der Sparte Power Management & Multimarket, Vorstandsvorsitzende Sabine Herlitschka und Projektkoordinator Herbert Pairitsch

Höhere Leistungsdichte
Für Andreas Urschitz, Leiter der Sparte Power Management & Multimarket, eröffnet das Projekt ein „enormes globales Marktpotenzial“. Durch die spezielle Materialstruktur von Galliumnitrid werden mit kleineren und leichteren Designs höhere Leistungsdichten erzielt. Das bedeute schnelleres Laden von Elektroautos, Datenaustausch zwischen Anlagen, Objekten und Maschinen in Echtzeit, energiesparendes Einspeisen von Solarstrom ins Netz oder blitzschnelles Videostreamen, so Urschitz.

Die kleinen, energieeffizienten Chips sollen laut Herlitschka in Villach nicht nur entwickelt, sondern auch produziert und möglichst zeitnahe auf den Markt gebracht werden. Darüber hinaus wolle man nach dem Projektzeitraum von drei Jahren auf den erarbeiteten Erfahrungen und Ergebnissen aufbauend schauen, „wie‘s weitergeht“.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter