13.05.2019 06:10

Schlaue Küche

„Smarte“ Geräte sorgen für mehr Umsatz

Dass der Kühlschrank mit dem Backrohr spricht, soll Kunden Freude am Kochen machen. Dafür greifen manche auch gerne tiefer in die Tasche.

Bisher blieb der mehrmalige Gang zum Backofen Hobbybäckern nicht erspart, wollten sie den optimalen Bräunungsgrad bei Strudel, Torte oder Schweinsbraten erwischen. Seit Kurzem reicht der Blick aufs Handy: Hersteller wie Miele oder Samsung statten Küchengeräte mit Kameras aus und machen sie internetfähig. Denn Kühlschrank, Ofen, Dampfgarer und Co. können mittlerweile über WLAN miteinander „sprechen“. Und ihren Besitzern so das Kochen erleichtern.

Samsungs Kühlschrank etwa erkennt, welche Lebensmittel vorrätig sind, erstellt Rezeptvorschläge und Einkaufslisten. Die Dunstabzüge von Bosch, Neff, Miele, Samsung und anderen wissen, wenn auf dem Herd gekocht wird – und wie stark der Abzug sein muss. Und bei BSH (Bosch, Siemens, Neff, AEG) lassen sich Geräte mittels Projektion von der Arbeitsplatte aus steuern.

„Beim smarten Kochen ist das Ende der Fahnenstange nicht erreicht“, sagt Carl Miele, Urenkel des gleichnamigen Firmengründers. Er träumt von Systemen, die das Vorwissen des Koches einbeziehen und aus seinen Handlungen lernen. Um den nächsten Schritt zu erreichen, arbeiten die Konzerne mit jungen Unternehmen zusammen. So haben sowohl Miele als auch BSH eigene Gesellschaften, die solche Start-ups unterstützen.

In Österreich sind vernetzte Küchengeräte im Verkauf zwar schon Standard, aktiv genutzt werden sie nur von einem einstelligen Prozentsatz der Kunden. Das liegt zum einen daran, dass Miele, Samsung, Bosch und Co. alle unterschiedliche Systeme und Apps haben, die untereinander schwer bis gar nicht vernetzbar sind.

Eine Frage des Preises
Für den vernetzten Dampfgarer oder das Induktionsfeld legen Technikfreaks bis zu 4000 Euro hin, der Einbaubackofen oder die Dunstabzugshaube können mit bis zu 3500 Euro zu Buche schlagen.

Zur Grundausstattung einer österreichischen Küche gehören, so die Einschätzung von Samsung-Chef Robert Merl: „Herd, Dunstabzug, Kühlschrank und Geschirrspüler, auch Dampfgarer und Induktionsfelder werden mehr und mehr Standard.“ Luxus hingegen sind Muldenlüfter, Tepanyaki-Grills, Wok-Platten und Niedrigtemperatur-Garer.

Teresa Spari, Kronen Zeitung

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