06.05.2019 08:00

Tunnel-Einsatzübung

Gleinalm & Schartnerkogel Dienstagnacht gesperrt

130 Einsatzkräfte (fünf Feuerwehren, Rotes Kreuz und ASFINAG) proben im Schartnerkogeltunnel auf der A 9 den Ernstfall. Der Schartnerkogeltunnel ist am Dienstagabend für diese Übung ab 19 Uhr in Richtung St. Michael/Linz gesperrt. Ab 19.30 Uhr sind beide Richtungen gesperrt, und damit auch der Gleinalmtunnel. Beide Tunnel bleiben im Anschluss bis 5 Uhr früh am Mittwoch zu, die Nachtstunden werden für dringende Wartungsarbeiten benötigt. Der Verkehr wird zwischen St. Michael und Deutschfeistritz über die S 6 und die S 35 umgeleitet.

Dutzende Einsatzkräfte von fünf Feuerwehren (Deutschfeistritz, Übelbach, Peggau, Gratkorn und Friesach), das Rote Kreuz, die Autobahnpolizei Gleinalm und zahlreiche ASFINAG-Mitarbeiter sind Dienstagabend im Schartnerkogeltunnel auf der A 9 Pyhrn Autobahn bei einem Unfall „im Einsatz“. Zum Glück handelt es sich aber dabei nur um eine Übung, bei der es nach einem Unfall von zwei Pkw mitten im Tunnel darum geht, einen beginnenden Brand zu löschen und eine unbestimmte Anzahl von Verletzten zu retten. Erschwerend kommt für die Einsatzkräfte hinzu, dass Verletzte nicht nur aus den beschädigten Fahrzeugen zu retten, sondern auch im verrauchten Tunnel zu suchen sein werden. Für den nötigen Rauch sorgt eine leistungsstarke Rauchnebelmaschine.

Jeder Handgriff muss sitzen
Insgesamt sind mehr als 130 Personen an dieser Übung beteiligt, die Feuerwehren sind mit einem Aufgebot von 60 Einsatzkräften vor Ort im Einsatz. Das Ziel dieser Übungen ist klar: Alle Einsatzkräfte sollen im Ernstfall genau über die Örtlichkeit und die Ausrüstung jener Tunnel Bescheid wissen, die in ihrem Einsatzgebiet liegen. „Damit dann, wenn es drauf ankommt, alles bestens funktioniert, jeder Handgriff sitzt und keine Zeit verloren geht“, sagt ASFINAG-Tunnelmanagerin Dagmar Jäger. Denn beim Einsatz nach einem Unfall oder gar Brand in einem Tunnel können Sekunden entscheidend sein.Wichtig sind aber natürlich die Erkenntnisse aus dem Übungsverlauf, die Rückmeldungen der Einsatzkräfte sind daher besonders wichtig. „Nur so können wir gemeinsam Verbesserungen umsetzen, damit im Ernstfall alles funktioniert“, bestätigt der Tunnelsicherheitsbeauftragte der ASFINAG, Stefan Weiss.

Übrigens ist das Training gesetzlich vorgeschrieben: Tunnelübungen müssen im Abstand von höchstens vier Jahren stattfinden, und zwar in allen Tunnel, die länger als 500 Meter sind.

 krone.at
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