03.05.2019 10:59

Schlagabtausch

Schweinehaltung: Wie hoch sind Standards wirklich?

Unverständnis über die Kritik des Vereins gegen Tierfabriken bezüglich der Standards in der Schweinehaltung äußerte Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger: Die rund 20 Schweinehalter in Vorarlberg würden nach den höchsten EU-Standards produzieren. Das stimme nicht, hieß es prompt seitens des VGT.

Österreich ist Schlusslicht bei Schweinemast-Standards Nach dem Befinden von Moosbrugger, ist Vorarlberg der reinste Schweinehimmel: Den Bedürfnissen der Tiere würde voll Rechnung getragen, die Ställe seien ständig eingestreut, Vollspaltböden verboten, sogar Spielzeug gäbe es. Um so weniger kann der LK-Präsident verstehen, dass sich der VGT just auf die heimischen Bauern „einschießt“, schließlich sitze der wahre Feind – Billigfleischproduzenten aus dem Ausland – ganz woanders.

Sind wir in Wirklichkeit das Schlusslicht?
Beim VGT malt man indes eine ganz andere, tristere Realität: Laut Statistik Austria müssten zwei Drittel der österreichischen Schweine auf Vollspaltenböden leben, in Vorarlberg seien es immerhin 35 Prozent. Fünf EU-Staaten hätten diese Form der Haltung bereits verboten, nicht umsonst würde eine niederländische Vergleichsstudie Österreich als absolutes Schlusslicht bei den Schweinemast-Standards ausweisen. VGT-Obmann Martin Balluch: „Wenn Moosbrugger ernsthaft der Ansicht ist, wir seien hierzulande vorbildlich, dann wird er nichts dagegen haben, das Tierschutzgesetz entsprechend anzupassen!“

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