03.05.2019 07:12

„Restrisiko bleibt“

Kehrt Iker Casillas auf das Spielfeld zurück?

Iker Casillas wurde nach seinem Herzinfarkt ein Stent eingepflanzt - die sportliche Zukunft bleibt offen. In Österreich ist man bei diesem Thema sensibilisiert.

„Auch Topathleten sind Menschen mit körperlichen Defiziten, auch für sie bleibt ein Restrisiko“, sagt Sportmediziner Wolfgang Schobersberger, der u.a. für Österreichs Skiverband (ÖSV) und unser Olympisches Komitee (ÖOC) arbeitet. Das sieht sein Kollege Richard Eggenhofer, der Arzt der rot-weiß-roten Kicker (ÖFB), genauso. Weist beim Fall Iker Casillas (37) auch auf das ab einem Alter von 30 Jahren erhöhte Risiko hin.

Die zwei größten Risiken: ein angeborener Herzfehler und eine nicht ausgeheilte Herzmuskelentzündung. In Österreich ist man hellwach und sensibel beim Thema. Im ÖFB gibt‘s vor Akademie-Eintritt verpflichtende Ruhe- und Belastungs-EKGs. In den Olympia-Zentren werden unsere Sportler von den erfahrensten Sportmedizinern begleitet.

Schobersberger: „Jeder Sportler hat seine individuelle Geschichte. Jede Untersuchung muss ernst genommen werden. Die gefährlichsten Dinge laufen im Hintergrund, ohne Symptome und Vorwarnung!“

Casillas wurde ein Stent eingepflanzt. Er wird keine Folgen davontragen. Es ist aber noch zu früh, um über die sportliche Zukunft zu spekulieren. „Er zeigt wieder den Humor, der ihn charakterisiert“, sagte FC-Porto-Arzt Nelson Puga. Casillas darf das Spital frühestens am Samstag verlassen.

Alex Hofstetter, Kronen Zeitung

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