02.05.2019 07:20

Erster Hitze-Test

Weißhaidinger startet in die Millionen-Liga

Beim Diamond-League-Start im Vorjahr mussten die Diskuswerfer noch zuschauen, heuer sind Lukas Weißhaidinger und Kollegen bereits bei der Auftaktveranstaltung in Doha mit dabei. Das ist wichtig, weil dort Ende September/Anfang Oktober die Leichtathletik-Weltmeisterschaften stattfinden. ÖLV-Sportdirektor Gregor Högler wird Wege, Gegebenheiten und Notwendigkeiten für die Hitze-Veranstaltung checken.

14 Stationen umfasst die zum zehnten Mal angesetzt Eliteserie, die Finalveranstaltungen gehen am 29. August in Zürich und am 6. September in Brüssel in Szene. Ziel von Weißhaidinger ist es, sich für die Diskus-Entscheidung in Brüssel zu qualifizieren. Die Chance dazu hat er bei den vier Qualifikationsmeetings in Doha (Diskus Freitag ab 17.35 Uhr MESZ), Stockholm (30. Mai), Rabat (16. Juni) und London (21. Juli). Das Gesamtpreisgeld beträgt 8 Millionen US-Dollar (7,13 Mio. Euro). Allein 3,2 Mio. ( (2,85) werden beim Finale ausgeschüttet, 100.000 für jede der 32 Disziplinen, 50.000 für den jeweiligem Sieger und eine Wildcard gibt es für die WM.

Titelverteidiger im Männer-Diskuswurf ist der Jamaikaner Fedrick Dacres, der EM-Dritte Weißhaidinger war beim Finale in Brüssel Fünfter. In der aktuellen Jahresbestenliste ist der Oberösterreicher mit seinen in Schwechat gezeigten 66,22 m an der siebenten Stelle. Die beste Weite heuer hat der Norweger Ola Stunes Isene mit 67,78 erzielt, der frühere U20-WM-Fünfte ist bisher international aber noch nicht groß in Erscheinung getreten.

Weißhaidingers Trainer Högler rechnet als schärfste Gegner seines Schützlings wieder mit den Altbekannten. „Diskus ist eine so komplexe Disziplin, das innerhalb eines Jahres nicht sehr viel Neue dazukommen werden.“ Vizeweltmeister Daniel Stahl aus Schweden, dazu die starken Amerikaner Mason Finley und Reggie Jagers, der deutsche Olympiasieger Christoph Harting, der Pole Piotr Malachowski werden alle ihr Können in Doha zeigen. Europameister und Weltmeister Andrius Gudzius aus Litauen sowie Dacres stehen nicht auf der Nennliste.

Im Training standen Technik und Diskus-Flugkurve im Vordergrund, und nicht, ob die Versuche gültig sind. Das reguliere sich dann aber rasch mit den Wettkämpfen, erklärte Weißhaidinger, was er bereits in Schwechat mit einer starken Serie zeigte. „Ich bin sehr gut in die Saison gestartet, jetzt will ich mich auf großer Bühne präsentieren. Ich bin sehr hungrig und will heuer in der Diamond League durchstarten“, erklärte der 27-Jährige. Sein Ziel sei es in Doha, auszutesten, wie weit er gehen könne, bevor er übertrete. „Ich werde versuchen, möglichst nah an den Ring zu kommen, möglichst viel zu attackieren.“ Platzierungstechnisch gilt für die gesamte Saison, dass man um einen Platz unter den ersten drei kämpfen will.

Högler wird sich in Doha nicht nur um seinen Athleten kümmern, sondern für den österreichischen Verband wichtige Aufgaben hinsichtlich der WM erledigen. Die Hitze bei der WM mit mehr als 40 Grad wird eine große Herausforderung werden, auch wenn man die Temperatur im Khalifa International Stadium auf bis zu 21 Grad herabkühlen kann. Den Standort der Gebläse will sich Högler ebenso ansehen, wie die Wege vom Hotel zum Stadion, ob es wie geplant auch möglich sein wird, dass die Athleten der Außentemperatur nie ausgesetzt sind.

Termine der Leichtathletik-Elite-Serie „Diamond League 2019“:
Doha (3. Mai), Shanghai (18. Mai), Stockholm (30. Mai), Rom (6. Juni), Oslo (13. Juni), Rabat (16. Juni), Eugene (30. Juni), Lausanne (5. Juli), Monaco (12. Juli), London (20./21. Juli), Birmingham (18. August), Paris (24. August), Zürich (29. August/1. Final-Teil), Brüssel (6. September/2. Final-Teil)

krone Sport
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