01.05.2019 18:30

„Bullen“ holen Titel

Salzburg Cup-Sieger! 118-Sekunden-Horror für Rapid

Red Bull Salzburg hat sich zum Cupsieger gekürt! Die Truppe von Trainer Marco Rose besiegte Rapid im Endspiel in Klagenfurt mit 2:0. Patrick Farkas (37.) und Munas Dabbur (39.) sorgten für die beiden „Bullen“-Tore - zu sehen oben im Video! 118 Sekunden lagen zwischen den beiden Treffern, die die grün-weiße Pleite besiegelten.

Salzburg holte seinen insgesamt sechsten Cup-Titel und könnte am Sonntag in der Liga mit einem Auswärtssieg bei der Wiener Austria auch sein sechstes Double fixieren. Rapid dagegen muss weiter seit dem Gewinn der Meisterschaft 2008 auf einen großen Titel warten. Der bisher letzte Cup-Gewinn gelang den Hütteldorfern 1995. Seither gingen sie in drei ÖFB-Cup-Finalspielen als Verlierer vom Platz. Die Chancen auf einen Europacupplatz muss man nunmehr über das Play-off der Liga wahrnehmen.

Die Stimmung im Stadion war großartig: Hier sehen Sie, wie die Rapid-Spieler beim Aufwärmen von ihren Fans empfangen wurden!

Guter Rapid-Beginn
Salzburg und Rapid setzten nach ihren jüngsten Liga-Niederlagen beim WAC bzw. gegen Hartberg auf je fünf Änderungen. Den besseren Start vor 24.200 Zuschauern im Wörthersee-Stadion erwischten die aggressiveren Wiener. Thomas Murg (2., knapp am langen Eck vorbei) und Kapitän Stefan Schwab (6., Kopfball neben das Tor) gaben erste Warnschüsse ab. Salzburg, das sein gewohntes Pressing äußerst sparsam dosierte, fand erst nach einigen Minuten besser ins Spiel. Farkas stellte sich mit einem Schuss ans Außennetz erstmals bei Rapid-Goalie Richard Strebinger vor (11.).

Doppelschlag vor der Pause
Nach gut 20 Minuten flachte die Partie ab, ehe Xaver Schlager mit einem guten Versuch von der Strafraumgrenze an Strebinger scheiterte (29.). Rapid antwortete mit einem geblockten Schuss von Philipp Schobesberger (32.) und lag dennoch wenige Minuten später - durchaus überraschend - in Rückstand. Dabbur bediente Farkas, der von links außen Strebinger die „Gurke“ gab.

Die „Bullen“ nutzten das Momentum ideal und legten keine zwei Minuten später durch Dabbur nach. Der am Fünfer allein gelassene Israeli setzte eine gefühlvolle Flanke von Zlatko Junuzovic in die Maschen. Wenig später wäre Fredrik Gulbrandsen mit einem Lupfer über Strebinger fast die Vorentscheidung gelungen, der Ball ging aber hauchdünn vorbei (41.).

Rapid-Tor zählt nicht
So lebte die Chance für Rapid, Salzburg nach dem 2:0 im Ligaspiel Ende Februar ein zweites Mal in der laufenden Saison in die Knie zu zwingen. Die Elf von Dietmar Kühbauer musste zwar brenzlige Situationen wie einen Fallrückzieher Dabburs (54., Strebinger parierte) überstehen, lancierte aber auch selbst immer wieder Offensivaktionen - vor allem in einer Drangphase nach Stundenmarke. Mert Müldür setzte einen Köpfler an die Latte (60.), der vermeintliche Anschlusstreffer von Mario Sonnleitner zählte wegen eines angeblichen Fouls des eingewechselten Christoph Knasmüllner nicht (74.). Trainer Dietmar Kühbauer zeigte sich an der Seitenlinie dementsprechend erregt.

Farkas sieht Rot
Letztlich vermochte Rapid aber nur zu selten für echte Gefahr zu sorgen. Salzburg kam seinerseits durch „Joker“ Patson Daka zur großen Chance auf das 3:0. Der 20-Jährige schob den Ball solo vor Strebinger aber knapp am langen Eck vorbei (79.). Die größte Aufregung der Schlussphase lieferte neuerlich Farkas, der bereits in der ersten Hälfte Gelb gesehen hatte: Weil er sich nach einem Foul Maximilian Hofmanns an Daka nicht mehr beruhigen konnte, zückte Schiedsrichter Manuel Schüttengruber Gelb-Rot.

Hier der Liveticker zum Nachlesen:

Endstand:
Red Bull Salzburg - SK Rapid Wien 2:0
Klagenfurt, Wörthersee-Stadion, 24.200, SR Schüttengruber
Tore: 1:0 (37.) Farkas 2:0 (39.) Dabbur
Gelb-Rote Karte: Farkas (83./Kritik)
Gelbe Karten: Gulbrandsen, Walke, Dabbur bzw. Müldür, Hofmann

Salzburg: Walke - Lainer, Ramalho, Onguene, Farkas - Samassekou - X. Schlager, Wolf (68. Minamino), Junuzovic (72. Szoboszlai)-Gulbrandsen (77. Daka), Dabbur
Rapid: Strebinger - Müldür, Sonnleitner (87. Ivan), Hofmann, Bolingoli - Grahovac, D. Ljubicic (65. Knasmüllner) - Murg, Schwab, Schobesberger - Pavlovic (70. Badji)

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