Immer mehr Frauen

Treibt „Free Bleeding“ die Natürlichkeit zu weit?

Die Periode ist nach wie vor ein Thema, über das nicht gerne und viel gesprochen wird. Trotzdem entwickeln sich auch in diesem Bereich immer mehr „Trends“. Diese gehen alle in Richtung mehr Natürlichkeit. Sei es die Periodenunterwäsche oder der Menstruationscup. Immer mehr Frauen entscheiden sich aber für die natürlichste Form überhaupt: Dem „Free Bleeding“. Dabei verzichtete Frau während der Periode auf jegliche Hilfsmittel.

Free Bleeding heißt übersetzt freies Bluten. Und diese Bezeichnung ist auch Programm. Frauen die diese Form praktizieren, verzichten auf (fast) jegliche Hilfsmittel, die man normalersweise verwendet. Das Blut soll frei laufen, ohne Barrieren wie Tampons, Binden oder Tassen. Der Vorteil? Es ist günstiger und umweltfreundlicher. Der Nachteil? Es ist nicht immer möglich. Doch wie funktioniert Free Bleeding überhaupt in der Praxis?

Das hat Bloggerin Anne Zietmann im Interview mit Stylebook erzählt. „Man muss sich da selbst einschätzen lernen“, sagt sie. Da das Blut während der Menstruation nicht permanent fließt, sondern in Etappen kommt, könne man sich darauf einstellen. Jeder Körper ist anders, doch jeder Körper gibt laut Zietmann Symptome ab, die den Blutschwall ankündigen. Timing ist also alles. Wenn man seinen Körper kennt, geht man einfach sobald die Symptome spürbar werden, auf die Toilette und lässt das Blut frei fließen. Zietmann praktiziert Free Bleeding bereits seit acht Jahren.

„Bei mittelstarken Blutungen gehe ich am ersten Tag etwa jede Stunde auf die Toilette. am zweiten Tag wird es weniger, am dritten Tag reich es, wenn ich alle vier bis fünf Stunden auf die Toilette gehe“, erklärt Zietmann und weiter: „Seit ich Free Bleeding praktiziere, ist meine Regelblutung viel scwächer. Früher dauerte meine Menstruation fünf bis sechs Tage, heute sind es nur noch drei.“ Trotzdem komme sie manchmal nicht ganz ohne Hilfsmittel aus: „Wenn meine Regel sehr stark ist oder ich nicht andauernd eine Toilette in der Nähe habe, greife ich auf Stoffbinden oder Menstruationstassen zurück.“

April 2019

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Viktoria Graf
Viktoria Graf
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