Nach YouTube-Schocker

Italo-Rapper empört: „Bin kein Mitglied der Mafia“

Domenico Bellocco alias Glock 21 ist ein junger Mann aus Rosarno, einer Stadt im Herzen des Mafia-Königreichs Kalabrien. Sein Künstlername: Glock 21. Sein aktuelles YouTube-Video: Für viele ein Schock. „Es ist fast eine Hymne, die das organisierte Verbrechen lobt“, entzürnte sich etwa die Zeitung „Telemia“ erst vor wenigen Tagen. Nun wehrt sich der Musiker öffentlich: „Ich habe nichts mit der Mafia zu tun!“

„Mit der Bezeichnung Glock ist mein Mund gemeint, 21 sind die Worte, die innerhalb bestimmter Beats herauskommen müssen! Die Anspielung, dass der gewählte Name etwas mit einer Waffe zu tun hat, weise ich strikt von mir!“, so der Rapper entzürnt. Zahlreiche italienische Medienberichte hatten das Gegenteil behauptet, ihn Verbindung mit der ‘Ndrangheta, der Vereinigung der kalabrischen Mafia, gebracht. 

Sein Lied „Numeri Uno“ soll diese auch nicht verherrlichen. Es sei viel mehr die Beschreibung einer schwierigen Realität, eines Alltags aus Gewalt und Illegalität. „Von der Mafia möchte ich mich definitiv distanzieren!“ stellt der Sänger nun klar und ergänzt: „Ich bin nie direkt oder indirekt in einen kriminellen Kontext gestanden.“ Auch die Protagonisten, deren Familienmitglieder laut einer italienischen Zeitung verhaftet oder verurteilt wurden und in Verbindung mit der ‘Ndrangheta stehen, seien zufällig gewählt. „Wenn ich finanzielle Mittel hätte, hätte ich Schauspieler angeheuert“, so Glock 21. Ebenso seien die Waffen im Video seien keine echten, sondern Softguns.

Die Verärgerung des Bürgermeisters von Rosarno kann er daher nicht verstehen. „Zusammen mit anderen Schülerinnen und Schülern habe ich während meiner Schulzeit den Wettbewerb „Jugend und Zukunft gemeinsam“ gewonnen. Zählt die Vergangenheit denn gar nichts?“

Trotz aller Anfeindungen ist für Domenico Bellocco klar: „Ich werde weiterhin Musik machen, denn: Musik ist Kunst in all ihren Formen und Inhalten! Jeder trägt seinen Teil dazu bei, ich werde meinen Teil weiter machen!“

Februar 2019

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