12.02.2019 08:59

Alexis Pinturault

Hirschers Rivale präsentiert sich in Hochform

Gold für die Ewigkeit: Alexis Pinturault ist wohl der letzte Kombi-Weltmeister. Einst zerbrach der Hoteliers-Sohn an Marcel Hirscher, jetzt ist der Franzose entspannter und schneller als je zuvor!

Das Hotel Annapurna. Ein Fünf-Sterne-Schuppen im Nobel-Skiort Courchevel im Besitz der Familie Pinturault. Doch Alexis wollte nie „nur“ Hoteliers-Sohn sein.

Zog aus, um die Ski-Welt zu erobern. Unter der harten Hand von Papa Claude, der nicht nur das Hotel, sondern auch die Karriere seines Buben steuerte. Alexis wurde in Frankreich als künftiger Seriensieger im Gesamt-Weltcup gehandelt. War auch im körperlichen Bereich immer eine „Maschine“, in Frankreichs Team in jeder Hinsicht der Leader.

Doch da gibt es nun mal Marcel Hirscher. An dem sich Pinturault jahrelang die Zähne ausbiss. Verbittert ins Mittelmaß abzurutschen drohte. Doch vor zwei Jahren befreite sich der Franzose von der Verbissenheit. Steckte im Speed-Bereich zurück. Und ist mittlerweile entspannter als je zuvor.

Die Ehefrau an der Seite
Seit gestern hat Pinturault endlich auch die erste Goldmedaille seiner Karriere um den Hals hängen. „In diesem Gold steckt viel, viel harte Arbeit“, weiß Pinturault. Dessen Frau Romane als Presse-Koordinatorin immer an der Seite ist. Das Gold könnte für die Ewigkeit sein. Denn es ist gut möglich, dass die Kombi 2021 in Cortina gar nicht mehr im WM-Programm steht. Morgen tagt der Weltverband FIS in Åre zu diesem Thema.

Und Pinturault will jetztam Freitag im Riesentorlauf und am Sonntag im SlalomHirscher ärgern. Entspannt geht es halt meistens besser.

Alex Hofstetter, Kronen Zeitung

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