11.02.2019 11:48

Spieler angegriffen

Wasserball-Attacke: Zoff zwischen Belgrad & Zagreb

Neuer Eklat zwischen Kroatien und Serbien: Nach einer Attacke auf serbische Wasserballspieler in der kroatischen Adriastadt Split am Wochenende hat Belgrad eine Protestnote an Zagreb geschickt. Die kroatische Staatsspitze hat den Angriff verurteilt. Einige Angreifer wurden festgenommen.

Drei Spieler des Belgrader Klubs Roter Stern waren am Samstag wenige Stunden vor einem geplanten Spiel in der Regionalliga in einem Cafe an der Uferpromenade von Split attackiert worden. Hooligans gingen laut Medienberichten mit Schlagstöcken auf sie los, nachdem sie ihre Herkunft an den Klubabzeichen an ihren Trainingsanzügen erkannt hatten. Die Spieler rannten davon, der Tormann der Mannschaft Aleksandro Kralj konnte sich mit einem Sprung ins Meer vor weiteren Schlägen retten. Berichten zufolge wurde Kralj, der eine Kopfverletzung erlitt, als „Tschetnik“ beschimpft. Das serbische Team reiste unmittelbar nach dem Zwischenfall in die Heimat zurück, das geplante Spiel wurde abgesagt.

Das serbische Außenministerium zeigte sich nun in einer Protestnote „tief besorgt und enttäuscht“ wegen des Zwischenfalls, berichteten Medien am Montag. Außenminister Ivica Dacic bezeichnete den Angriff als „Folge einer antiserbischen Kampagne“. Präsident Aleksandar Vucic zeigte sich unterdessen überzeugt, dass so etwas in Serbien nicht passieren könnte. „Ich befürchte, dass dies nicht der letzte derartige Fall war“, sagte er laut Medien und rief zur Kooperation in der Region auf. Laut dem serbischen Präsident sollte man in beiden Ländern „gegenseitig die Differenzen und verschiedene Ansichten auf die Vergangenheit respektieren und gemeinsam eine andere Zukunft aufbauen“.

Die kroatische Staatsspitze verurteilte den Vorfall. „Die kroatische Regierung verurteilt den Angriff der Hooligans auf die Wasserballspieler aufs Schärfste“, sagte der Regierungssprecher Marko Milic gegenüber der Nachrichtenagentur Hina. Premier Andrej Plenkovic habe die Umstände des Zwischenfalls mit dem Innenminister und Bürgermeister von Split besprochen, betonte er. Auch die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic, sowie zahlreiche Politiker und Sportfunktionäre verurteilten den Angriff. Die Polizei hat Berichten zufolge bisher drei Angreifer festgenommen, zwei weitere Verdächtigte werden noch gesucht.

krone Sport
krone Sport

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).