11.02.2019 06:21

Nach Abfahrts-„Blech“

Venier: „Was ist im Leben schon gerecht?“

Fünf von sechs Weltcup-Abfahrten haben die österreichischen Damen in diesem Winter gewonnen. Immer war zumindest eine ÖSV-Läuferin auf dem Podium. Und dann das! Im wichtigsten Downhill-Rennen der Saison sausten die flotten Mädels der Alpenrepublik am Stockerl vorbei. Und wie in der Kombination waren es vier Hundertstelsekunden, die fehlten. Oder 106 Zentimeter.

Dabei hatte Stephanie Venier gleich hinter der Ziellinie gejubelt. Weil sie mit der Fahrt zufrieden war, weil auf der Anzeigetafel der Zweier aufleuchtete, weil der Rückstand auf Lindsey Vonn nur vier Hundertstel betrug.

Der Hammer kam eine halbe Stunde später, als Corine Suter noch der Sprung aufs Podium gelang - und „Stephie“ runter stieß.

Heim - und vergessen
Große Leere machte sich im Kopf der Vizeweltmeisterin dann breit. Bei der letzten Zwischenzeit war Venier noch fünf Hundertstel vor Vonn gelegen: „Lieber wäre ich Achte oder Neunte. So ein vierter Platz ist bei der WM richtig blöd. Bitter, sehr sehr bitter.“

Und nach der Top-Saison im Weltcup himmelschreiend ungerecht! „Was ist im Leben schon gerecht?“, seufzte Stephanie. Und flüchtete sich in die Arme der Familie und ihres Freundes Manuel. Dort konnte sie den Tränen freien Lauf lassen. „Am liebsten hätte ich alles hingeschmissen und wäre unterm Zaun durchgekrochen.“ Heute geht’s nach Hause. Weg, nur schnell weg.

Georg Fraisl, Kronen Zeitung

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