10.02.2019 09:19

Ex-Fußball-Star

Marco Materazzi sah Italiens Frust bei der Ski-WM

Marco Materazzi kassierte im WM-Finale 2006 in Berlin von Zinédine Zidane den zweifelsohne berühmtesten Kopfstoß der Fußball-Geschichte. Auf Einladung von Sponsor Pirelli war der italienische Weltmeister gestern in Åre bei der Herren-Abfahrt live dabei. Seine italienischen Landsleute, die im Super-G noch über das Gold von Dominik Paris gejubelt hatten, gingen aber diesmal leer aus.

Sie kochten angesichts der umstrittenen Verhältnisse vor Wut, hätten wohl am liebsten selbst Kopfstöße verteilt. „Wir sind Athleten, die sich gerne mit anderen Athleten messen. Diesmal sind wir aber leider einzig und alleine gegen das Wetter gefahren“, meinte Christof Innerhofer.

„Man freut sich zwei Jahre auf dieses Rennen, auf die Königsdisziplin. Und dann wird sie bei solchen Verhältnissen durchgepeitscht.“ Wie viele andere fuhr Innerhofer durch teilweise zehn Zentimeter tiefen Neuschnee. „Es war das krasseste Rennen meiner Karriere. In Wahrheit eine sportliche Katastrophe.“ War’s der Druck der Geldgeber, dieses Rennen an einem Samstag über die Bühne zu bringen? Gut möglich. Auch Paris war der Ärger mehr als deutlich anzusehen. „Das Ergebnis passt schon. Und wir alle freuen uns mit Aksel Lund Svindal. Aber es hatte leider nicht jeder die gleiche Chance auf eine Medaille.“

Nüchterner sah Österreichs Cheftrainer Andreas Puelacher die Sache. „Skifahren ist ein Freiluftsport. Ich verstehe den Ärger einiger Athleten, aber aus meiner Sicht war es ein faires Rennen.“ Die Freude über Bronze von Vincent Kriechmayr war riesig: „Ein guter Typ, ein super Skifahrer!“

Alex Hofstetter, Kronen Zeitung

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