10.02.2019 11:30

Über Airbnb-Plattform

Studentin vermietete illegal Zimmer weiter

Mit der Online-Vermietungsplattform Airbnb hat eine junge Studentin monatelang einen lukrativen Nebenerwerb erzielt. Sie hat kurzerhand ein Zimmer in ihrer Innsbrucker Mietwohnung vermietet - obwohl ihr das laut Mietvertrag untersagt war. Besonders frech: Nebenbei kassierte die Frau noch Mietzinsbehihilfe!

Gezielt auf Studenten ist die Wohnung einer Tiroler Eigentümerin ausgerichtet. Bereits seit geraumer Zeit vermietet sie diese an Studierende, Schwierigkeiten gab es dabei nie - bis jetzt! Vor einigen Jahren hat sich eine Studentin für die Eigentumswohnung beworben.

„Es sprach überhaupt nichts dagegen, für die junge Frau einen Mietvertrag aufzusetzen. Darin stand unter anderem, dass sie die Wohnung nicht untervermieten darf“, so die Eigentümerin. Die Studentin willigte ein und unterzeichnete den Vertrag. Die monatliche Miete von rund 800 € überwies sie immer verlässlich. Auch der Antrag auf Mietzinsbeihilfe wurde ihr von der Stadt Innsbruck genehmigt.

Rund 70 Euro pro Nacht
Doch vor wenigen Monaten fing die Mieterin plötzlich an, eines der Zimmer auf der Vermietungsplattform Airbnb im Internet anzubieten - und zwar im Schnitt für 70 € pro Nacht. Sie hat somit nach zwölf Tagen jene Summe verdient, die sie pro Monat für die Miete bezahlen muss. „Durch puren Zufall habe ich das mitbekommen. Ich konnte es zunächst kaum fassen“, schildert die Vermieterin.

Sie habe daraufhin versucht, ihre Mieterin zur Rede zu stellen. Auch E-Mails und eingeschriebene Briefe habe sie der Studentin geschrieben. Doch die junge Frau ging auf Tauchstation. Die Vermieterin hat in der Folge das Stadtmagistrat davon in Kenntnis gesetzt, die Mietzinsbeihilfe wurde sofort eingestellt. Die Mieterin muss nun nicht nur die überwiesene Mietzinsbeihilfe zurückzahlen, sondern auch eine Strafe berappen.

„Nicht sicher, ob Airbnb vor Gericht als Gegner anerkannt wird“
Der Mietvertrag der Studierenden läuft erst in über einem Jahr aus. Gerichtlich gegen die junge Frau vorgehen sei schwierig. „Es ist gar nicht sicher, ob Airbnb als Gegner überhaupt anerkannt wird. Ein Verfahren könnte daher Jahre dauern“, schildert die Vermieterin. In diesem Fall ist jedoch eine positive Wende eingetreten. „Die Studentin zieht demnächst aus freien Stücken aus, damit ist die Causa für mich erledigt“, sagt die Eigentümerin im „Krone“-Gespräch.

Platter hat Lösung parat
Doch sie ist bestimmt nicht die einzige Betroffene in Tirol und viele von ihnen wissen vermutlich gar nicht, dass ihre Mieter auf Airbnb Teile der Wohnung illegal weitervermieten. „Eine Lösung muss her“, fordert Mario Gerber, Tourismussprecher der ÖVP, schon seit Langem. Dank LH Günther Platter gibt’s diese auch bald - siehe hier

Jasmin Steiner
Jasmin Steiner

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