Skurriler Job

Wienerin überzeugt als Stuntfrau in Hollywood-Film

Die Szenen, die Schauspieler nicht schaffen, übernimmt Nora Summer. Seit 20 Jahren ist die Artistin als Stuntfrau tätig und war schon in fast allen österreichischen Fernsehserien wie „SOKO Donau“, „Vorstadtweiber“ oder „Cop Stories“ zu sehen. „Als Stuntfrau muss man fallen können und darf keine Angst haben“, sagt die 38-Jährige im City4U-Talk. Was die Frauen in diesem Beruf besser können, als die männlichen Kollegen, hat sie ebenfalls erzählt.

In Österreich gibt es sehr wenig Frauen, die beruflich Stunts machen. Nora Summer ist eine der wenigen auf diesem Gebiet. Trotzdem kann man hauptberuflich nicht davon leben. „Mein Vater hat eine Zirkusschule. Ich bin eigentlich Artistin, war Trampolinspringerin und bin hauptberuflich darstellende Künstlerin. Seit 20 Jahren bin ich aber regelmäßig als Stuntfrau tätig“, beschreibt Summer. In Österreich gibt es für diesen Beruf keine eigene Ausbildung. „Man muss aber fallen können, die richtige Fallschule ist wichtig. Zudem braucht man eine gute Körperbeherrschung und muss sich etwas trauen.“

In Serien wie „SOKO Donau“, „Kommissar Rex“, „Schnell ermittelt“, aber auch in „Mission Impossible 5“ ist Sommer über zahlreiche Stiegen gefallen, hat die ein oder andere Leiche gespielt, wurde von Autos zusammengeführt, ist von einem Dach in eine Kartonkiste oder durch Zuckerglas gefallen. „Das schwierigste für mich sind aber Sachen wie Traktor fahren oder Boot fahren. Bei einem SOKO Donau Dreh musste ich einen Ruderstunt machen. Das Boot aber war so wackelig, dass ich zu früh ins Wasser gefallen bin“, schmunzelt die Wienerin.

Trotzdem liebt sie ihren abwechslungsreichen und herausfordernden Job. „Ich habe bis jetzt auch noch keine schlimmen Verletzungen davongetragen. Das passiert mir noch eher beim Sport. Man hat schon oft blaue Flecken, auch Schwellungen und Prellungen. Verspannungen sind ebenso an der Tagesordnung. Bei einem Dreh zu ,Kommissar Rex‘, habe ich eine Sektflasche an den Kopf geknallt bekommen und bin schließlich die Stiegen im Museumsquartier heruntergefallen. Dabei hat sich ein kleiner Splitter in meinen Knöchel gebohrt. Das war aber auch die schlimmste Verletzung bisher“, erläutert die 38-Jährige.

Summer erzählt immer gerne über ihren besonderen Beruf: „Er hat natürlich auch einen coolen Status.“ In der männerdominierten Branche hat die Stuntfrau auch keine Probleme sich durchzusetzen. Was können die Frauen eigentlich besser als Männer in diesem Berufsbild? „Schauspielen“, sagt sie - wie aus der Pistole geschossen.

Februar 2019

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Viktoria Graf
Viktoria Graf
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