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11.01.2019 06:00

Tourismus weint und lacht über große Schneemengen

Die heimischen Hoteliers und Liftbetreiber blicken mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die Schneemengen. Kurzfristige Sperren von Straßen und Skigebieten kosten zwar Geld, doch dafür sind die Buchungen für Februar und März deutlich angestiegen, so Tourismus-Obfrau Petra Nocker-Schwarzenbacher.

Mit dem Weihnachtsgeschäft, das durch arbeitnehmerfreundlich liegende Feiertage begünstigt war, ist die Branche hochzufrieden. Erst gegen Ende der Ferien sorgte das Wetter für Sorgenfalten. So war zum Beispiel die Straße nach Obertauern zwei Tage gesperrt, was bei An- und Abreisen für Verzögerungen und sogar Stornos führte. Manche Skigebiete wie etwa Zauchensee mussten wegen der Schneemassen und dem starken Wind den Betrieb an umsatzstarken Tagen einstellen, erzählt Nocker-Schwarzenbacher.

  • Tourismus-Obfrau Petra Nocker-Schwarzenbacher
    Tourismus-Obfrau Petra Nocker-Schwarzenbacher

Verluste könnten noch aufgeholt werden
Ähnliches passiert in diesen Tagen in Tirol und der Steiermark. Doch die Umsatzverluste könnten noch aufgeholt werden, da der Skibetrieb bis ins Frühjahr hinein gesichert ist (Ausnahme ist nur der Süden Österreichs, wo es bisher nicht geschneit hat).

Zu Saisonbeginn hoffte die Branche, dass man den Rekordwinter vom Vorjahr (71 Millionen Nächtigungen) noch um zwei Prozent übertreffen kann. Laut einer Market-Studie sind die Erfolgsfaktoren der heimischen Betriebe der häufige Kontakt von Chef/Chefin mit den Gästen, viele Stammkunden und hohe Qualität der Mitarbeiter. Der Facharbeitermangel, vor allem bei Köchen, bleibt eine große Herausforderung.

Manfred Schumi, Kronen Zeitung

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