AK fordert Wohnbonus

10.01.2019 06:00

Kosten für Eigenheim und Mieten steigen auch 2019

Die Wohnkosten in den Städten steigen auch 2019 weiter. Eine EHL-Studie zeigt, dass die durchschnittlichen Preise für Mieten etwa in Wien heuer um 1,5 Prozent zulegen werden, für Eigenheime um bis zu fünf Prozent. Die AK fordert daher nun von der Regierung bei der geplanten Steuerreform einen steuerlich absetzbaren „Wohnbonus“.

Zehn Prozent der Wohnkosten, maximal 500 Euro pro Jahr und Haushalt, sollten künftig von der Lohn- bzw. Einkommenssteuer absetzbar sein. Ab 90.000 Euro Jahreseinkommen gibt es nichts, Einkommensbezieher unter der Steuergrenze erhalten Steuergutschriften.

Profitieren würden davon nicht nur die Mieter, sondern auch Käufer von Wohnungen und Häusern, die einen Hypothekarkredit zurückzahlen müssen. Sanierungskosten sollten ebenfalls berücksichtigt werden. Einschränkungen gibt es schon: Das Eigenheim muss selbst genützt werden und darf maximal 150 Quadratmeter haben.

Nach Berechnungen der AK würde der Wohnbonus den Staat jährlich zumindest 1,5 Milliarden Euro kosten.

In Wien schon Neuerungen
Schon jetzt gibt es aber einige Erleichterungen für Mieter – jedenfalls in Wien. Durch ein OGH-Urteil mussten die Lage-Zuschläge bei Altbauten neu geregelt werden. Fazit: Zwei Drittel des Wohnungsbestandes werden künftig günstiger angeboten. Außerdem gibt es neue Grundstücksregeln für geförderten Wohnbau, der günstigere Angebote vermehren sollte. „Eine Preisdämpfung ist in den nächsten Jahren trotzdem nicht in Sicht“, glaubt EHL-Chef Michael Ehlmaier.

Eva Mühlberger, Kronen Zeitung

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