„Aufschieberitis“?

11.01.2019 11:38

Lernen und Hausübungen ohne Frust - so geht‘s!

Oft hängt wegen der täglichen Aufgaben der Haussegen schief - Tipps, wie Hausübungen und das Lernen ganz ohne Stress klappen.

Lehrer versuchen immer wieder, ihren Schülern die Wichtigkeit von Hausaufgaben zu vermitteln. So bröckelt der erste Widerwillen, die Motivation gewinnt an Fahrt. Wer Aufgaben als sinnvoll wahrnimmt, lernt leichter. Besprechen Sie mit Ihrem Kind, wann es am besten übt. Jeder Schüler hat seine bevorzugte Zeit, zu der das Lernen besonders gut klappt. Manche setzen sich gleich nach der Schule hin, andere brauchen vielleicht erst einmal eine Pause. Man sagt, die beste Zeit für Hausaufgaben liegt zwischen 13.30 und 16 Uhr. Außerdem sollte mindestens eine halbe Stunde seit der letzten Mahlzeit vergangen sein.

Neugier wecken: „Wenn ich das kann, dann“
Vermeiden Sie Ablenkungen wie Fernseher, Radio und Smartphone. Das erschwert die Bearbeitung der Hausaufgaben unnötig und zieht sie in die Länge. Ihr Spross hat Fragen? Erklären Sie ihm mögliche Lernwege, z. B. wo er ein Wort nachschlagen kann oder eine Musteraufgabe findet. Fehlt die Motivation, wirken Kontrolle oder Belohnungen nur kurzfristig. Hat das Kind jedoch echtes Interesse am Thema, ist die Motivation ein Selbstläufer. Zeigen Sie Ihrem Nachwuchs deshalb Beispiele, in welchen Situationen des täglichen Lebens er den Schulstoff einsetzen kann.

Kids-Coach Nina Petz beantwortet Ihre Fragen
Mein Enkel (11) kommt nach der Schule immer zu mir, weil seine Eltern lange arbeiten. Leider leidet er sehr unter dem Druck. Der Schulstress ist enorm. Mir kommt auch vor, es wird heutzutage viel mehr gefordert als früher.

Toll, dass Sie so viel Zeit mit Ihrem Enkel verbringen und so engagiert sind. Ja, der Schul- und Leistungsdruck ist leider heute oft sehr hoch. Was in der Schule gefordert wird, können Sie nicht ändern, aber da der Bub viel bei Ihnen ist, können Sie zumindest helfen, ihm eine angenehme Lernatmosphäre zu gestalten. Wo könnte dann ein guter Platz zum Hausübungmachen sein? Wo kann er sich am besten konzentrieren? Sollte Ihr Enkel von der Fülle des Schulstoffes überfordert sein, so helfen Sie ihm, einen Plan zu erstellen, was wann erledigt wird. Zeigen Sie Vertrauen, und lassen Sie ihn selbständig arbeiten, seien Sie jedoch auch zur Stelle, wenn er Hilfe oder Ermutigung braucht. Tipp: Wechseln Sie beim Lernen die Reihenfolge der Inhalte ab! Das Gehirn merkt sich am besten die Dinge vom Anfang und Ende der Lernzeit. Machen Sie nicht nur zwischendurch Pausen, sondern trauen Sie sich auch mal, einen Nachmittag blauzumachen. Ausnahmen sind wichtig und Basis einer glücklichen und erfolgreichen Persönlichkeit.

Susanne Zita, Kronen Zeitung

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