28.01.2019 06:00

Sex & Grausamkeit

Das sind die skandalösesten Bücher aller Zeiten

„Feuchtgebiete“, „American Psycho“ oder „Das Eva Prinzip“ - bei all diesen Büchern sprach man von einem Skandal. Nach den folgenden zehn Romanen werden die allerdings nur ein müdes Lächeln bei Ihnen auslösen.

Wenn Sie an skandalöse Bücher denken, fallen Ihnen vermutlich Titel wie „Fifty Shades of Grey“ ein. Aber die Geschichte von Lesestoff, der für Empörung sorgte, ist lang. Einige wurden verboten, weil in ihnen zu viel Sex oder Blasphemie steckte. Aber sogar das beliebte Kindermärchen „Der Zauberer von Oz“ wurde über viele Jahre hinweg aus öffentlichen Bibliotheken verband, da es die Frau in einer starken Führungsrolle zeigte. Heute gelten viele der folgenden Bücher als Klassiker. Das bestätigt, die Redewendung: Schlechte Werbung ist gute Werbung.

„Jane Eyre“, Charlotte Brontë

Die Waise Jane Eyre verlebt eine trostlose Kindheit im Haus ihrer hartherzigen Tante Mrs. Reed. Zur Erleichterung aller wird Jane auf ein Internat geschickt; aber auch dort hat sie es anfangs nicht leicht. Mit der Entlassung des heuchlerischen Direktors verbessern sich langsam die Verhältnisse. Als Jane Gouvernante auf Thornfield Hall wird, verliebt sie sich in den finsteren Hausherrn Mr. Rochester, der schließlich auch ihr seine Liebe gesteht. Doch die Mauern des einsamen Landsitzes bergen ein furchtbares Geheimnis.

656 Seiten
12,90 €
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„Fanny Hill: Die Memoiren eines Freudenmädchens“, John Cleland

„Fanny Hill“ ist ein erotischer Briefroman von John Cleland. Er schrieb das Buch im Londoner Schuldnergefängnis. Das Buch wurde verboten und Cleland, mittlerweile aus dem Schuldnergefängnis entlassen, wieder unter Arrest gestellt. Es kam auch zu heimlichen Veröffentlichungen in den USA und wurde 1821 dort wegen Obszönität verboten. Erst 1966 hob der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten dieses Verbot wieder auf. Die erste deutsche Übersetzung erfolgte 1906 wurde aber indiziert und als unzüchtig beschlagnahmt. Erst seit 1969 darf das Werk hierzulande frei verkauft werden. Der Roman besteht aus zwei langen Briefen, in denen Fanny Hill, nun glückliche Ehefrau eines geliebten Gatten, einer Freundin rückblickend ihren Lebensweg schildert. Fanny erzählt, wie sie als Waisenkind mit fünfzehn Jahren nach London kommt, wo sie von einer Kupplerin aufgenommen wird, die Fanny zur Prostituierten machen will.

56 Seiten
Taschenbuch 6,99 €, Kindle 0,99 €
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„Candide: oder der Optimismus“, Voltaire

Ist die Welt, in der wir leben, tatsächlich, wie Leibniz behauptet, „die beste aller möglichen“, oder ist sie ein Ort, aus dem Gott sich längst zurückgezogen, ja mehr noch, den er nie betreten hat? Am Beispiel des einfältigen Candide beantwortet Voltaires auf den Index gesetzte Romansatire diese Fragen mit der radikalen Demontage von Leibniz’ philosophischem Optimismus, denn Candide erlebt auf seiner abenteuerlichen Reise die infernalischsten Schrecken und absurdesten Zufälle. Geläutert kommt er am Ende zu der Erkenntnis, dass dem Menschen letztlich nichts bleibt, als seinen Garten zu bestellen.

160 Seiten
Gebundenes Buch 6,00 €, Kindle 0,99 €
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„Die Farbe Lila“, Alice Walker

Einer der berühmtesten Briefromane beschreibt die herzzerreißende Lebensgeschichte von Celie. Das Buch wurde mit dem Pulitzer-Preis und dem American Book Award ausgezeichnet und von Steven Spielberg mit Whoopie Goldberg in der Hauptrolle erfolgreich verfilmt. Eines von 12 bisher vergriffenen Meisterwerken aus der ZEIT Bibliothek der verschwundenen Bücher.

212 Seiten
Taschenbuch 5,26 €, Kindle 8,49 €
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„Der Fänger im Roggen“, Jerome D. Salinger

Der Roman „Der Fänger im Roggen“ des US-amerikanischen Autors Jerome David Salinger erschien 1951. Protagonist und Ich-Erzähler ist der sechzehnjährige Holden Caulfield. Mit jugendlichem Idealismus begibt er sich auf die Suche nach Anständigkeit und Wahrheit. Holden schildert sein Scheitern an der verlogenen Welt der Erwachsenen und seinen körperlichen und psychischen Zusammenbruch.

272 Seiten
Taschenbuch 10,00 €, Gebundenes Buch 15,00 €
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„Liebende Frauen“, D.H. Lawrence

Geschrieben 1916, unter heftigen Protesten veröffentlicht 1920, entwirft „Liebende Frauen“ eine leidenschaftliche, poetische und zugleich skeptische Vision einer modernen Gesellschaft und ihrer Werte. Rupert Birkin ist ein klassischer Lawrence-Held: Ernüchtert von den überkommenen Moralvorstellungen und ihrer lebensfeindlichen Tendenz, beschließt er, sein eigenes Leben auf menschen- und lustfreundlichere Prinzipien zu gründen.

864 Seiten
Gebundenes Buch 26,90 €, Taschenbuch 12,90 €
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„Die satanischen Verse“, Salman Rushdie

Über der englischen Küste wird ein Flugzeug in die Luft gesprengt. Die einzigen Überlebenden sind Gibril Farishta und Saladin Chamcha, zwei indische Schauspieler, die wie durch ein Wunder unversehrt blieben. Danach geschehen seltsame Dinge mit ihnen: Gibril zeigt immer mehr Ähnlichkeit mit dem Erzengel Gabriel, während sich Saladin, der stets seine Herkunft verleugnete, zu einem Abbild des Teufels entwickelt. Und das ist erst der Beginn einer überwältigenden Odyssee zwischen Gut und Böse, zwischen Fantasie und Realität.

720 Seiten
Taschenbuch 12,00 €, Kindle 9,99 €
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„Quell der Einsamkeit“, Margaret Radclyffe Hall

Dieser Roman, einer der Klassiker der lesbischen Literatur, wurde 1928 in einem aufsehenerregenden Prozess unmittelbar nach seinem Erscheinen wegen Obszönität verboten, weil er ohne Kompromisse die Entwicklung einer Frau schildert, die wegen ihrer Liebe zu Frauen von der Gesellschaft geächtet wird. Das Buch besitzt nicht nur hohe literarische Qualität, sondern ist auch als Selbstzeugnis einer lesbischen Frau von großem Interesse, die in den zwanziger Jahren die Auffassungen Freuds und Havelock Ellis über weibliche Homosexualität verinnerlicht hat.

608 Seiten
Gebundenes Buch 7,61 €, Kindle 12,99 €
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„Lolita“, Vladimir Nabokov

Der vielumstrittene, längst zu Weltruhm gelangte und zweifach verfilmte Roman einer tragischen Passion: Ein Vierzigjähriger verfällt dem grazilen Zauber einer kindlichen Nymphe und erfährt die Liebe als absolute Macht über Leben und Tod.

704 Seiten
12,00 €
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„Der Zauberer von Oz“, L. Frank Baum

Ein Wirbelsturm entführt Dorothy aus ihrer Heimat Kansas in das Märchenland Oz, in dem Hexen und Zauberer leben, Tiere sprechen, Affen fliegen und silberne Schuhe über magische Kräfte verfügen. Dorothy fürchtet schon, weder ihre Heimat noch Tante Em und Onkel Henry jemals wiederzusehen, doch dann gelangt sie mit ihrem Hund Toto auf der Gelben Ziegelsteinstraße in die Smaragdstadt, wo sie den Zauberer von Oz um Hilfe bei der Heimreise bittet. Robert Ingpens geniale Darstellungen der unwiderstehlichen Charaktere wie der Vogelscheuche, des Blechmanns und des Feigen Löwen nehmen junge Leser wie eingeschworene Fans mit auf eine spannende und außergewöhnliche Reise ins märchenhafte Land Oz. 

193 Seiten
24,95 €
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Jasmin Newman
Jasmin Newman

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