Top-Tipps:

So wird man ungeliebte Geschenke los

Wenn das Lächeln beim Auspacken unterm Weihnachtsbaum gefriert und man verzweifelt ein „Danke“ durch die zu einem Lächeln verzerrten Lippen presst, obwohl einem beim Anblick des Geschenkes eher zum Heulen ist - dann sollte man schnell versuchen das schöne Präsent umzutauschen. City4U hat die besten Tipps dazu.

Arbeiterkammer Konsumentenschützerin Anja Mayer rät: „Achten Sie auf die Fristen.“ „Achtung, bei Gutscheinen, Umtausch und Online-Shoppen lauern Fallen. Achten Sie bei Gutscheinen auf Fristen. Umtausch auf der Rechnung vermerken lassen, falls es nicht schon draufsteht. Beim Online-Shoppen auf Lieferzeiten, Adresse, Nebenspesen und das Kleingedruckte achten.“ Der Oberste Gerichtshof bestätigte: Gutscheine sind generell 30 Jahre lang gültig. Eine Verkürzung ist zwar möglich - aber nur mit einem triftigen Rechtfertigungsgrund des Unternehmers. „Nach Ablauf einer unzulässigen Befristung können Gutscheine nun nicht mehr für wertlos erklärt werden“, sagt Mayer. „Der Gutschein muss verlängert oder der Kaufpreis zurückerstattet werden.“

Wer sich bei Geschenkeinkäufen nicht ganz so sicher ist, sollte unbedingt die Rechnung aufheben. „Es gibt kein gesetzliches Umtauschrecht“, sagt Mayer. „Aber viele Händler räumen freiwillig einen Umtausch ein. Das steht dann vorgedruckt auf der Rechnung. Wenn doch nicht, unbedingt den Umtausch auf der Rechnung vermerken lassen. Wer etwas umtauscht, kann sich eine andere Ware aussuchen. Geld gibt es üblicherweise nicht zurück. Falls man nichts findet, erhält man einen Gutschein.

Wenn das Produkt kaputt ist, hat man Rechte. Es gibt einen gesetzlichen Gewährleistungsanspruch. Bewegliche Waren muss der Händler bis zu zwei Jahre nach dem Kauf kostenlos reparieren oder austauschen. Ist das nicht möglich, kann eine Preisminderung gefordert oder das Geld zurückverlangt werden. “Lassen Sie sich nicht abspeisen! Machen Sie Ihre Ansprüche schriftlich beim Händler geltend", so Mayer.

Tipp: Online verkaufen

Ist keine Rechnung vorhanden oder möchte man das Geschenk loswerden, ohne dass es jemand merkt, gibt es zahlreiche Online-Verkaufsbörsen, auf denen man das unerwünschte Geschenk vollkommen unkompliziert zu Geld machen kann.

Verschenken

Manchmal freuen sich andere Menschen total über Dinge, die man selbst gar nicht mag. Wer also sein Geschenk nutzen möchte um jemand anderen eine Freude zu machen, wenn man selbst damit schon keine hatte, dem seien Facebook-Gruppen wie „share & care“ ans Herz gelegt. Der Gedanke der Gruppe beruht auf Nächstenliebe und es finden sich immer wieder begeisterte Abnehmer von Dingen, die man selbst vielleicht nicht braucht.

Tauschen

Keine Lust auf Umtausch im Geschäft, oder keine Möglichkeit aufgrund einer fehlenden Rechnung? Bei der Plattform „Wien tauscht“ sind mittlerweile über 14.500 Menschen interessiert und tauschen täglich alle möglichen Dinge.

Dezember 2018

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Julia Ichner
Julia Ichner

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