Neues Buch verrät:

14.12.2018 17:38

Weg mit dem Ballast: Regeln für ein besseres Leben

Im Laufe unseres Lebens verschwenden wir viel Zeit und Energie für Dinge, die wir gar nicht brauchen, vergleichen uns immer mit anderen, geben uns ununterbrochen Mühe, anderen zu gefallen und immer noch besser, schneller und erfolgreicher zu werden. Irgendwann verliert man sich und die eigentlichen Ziele aus den Augen, auch die seelische Gesundheit bleibt auf der Strecke. Die anerkannte Psychologin Gabriela Bunz-Schlösser kennt die zwölf wichtigsten Regeln für ein besseres und erfüllteres Leben. Rechtzeitig vor dem Jahreswechsel - und damit verbundenen Neujahrsvorsätzen - geben Ihnen einen kurzen Einblick in den neuen Ratgeber.

„Wir leben in einem der reichsten Länder dieser Erde. Neben allen technischen Errungenschaften wie Waschmaschine, Trockner, Geschirrspülmaschine, automatischem Rasenmäher, tollen Autos, relativ großen und komfortablen Wohnungen und Häusern ... sind wir trotzdem oft nicht zufrieden, geschweige denn glücklich. Wir hetzen wie die Wilden herum, arbeiten uns oft halb zu Tode, wollen von allem immer mehr und vergessen dabei, das Leben auch mal zu genießen. Dazu müssen wir aber erst innehalten, zur Ruhe kommen! Und ein bisschen nachdenken“, leitet die Autorin ihr Werk ein. Und trifft damit den Nerv der Zeit, nicht nur in der stressigen Adventzeit, von der viele von Besinnlichkeit und Einkehr nur träumen können.

Mit hilfreichen und bewährten Übungen sowie Regeln macht Bunz-Schlösser deutlich, wie man gut für sich selbst sorgen und mit der eigenen Energie besser umgehen kann. Sie beschreibt, worauf es im Leben wirklich ankommt, wie wir lernen, Prioritäten zu setzen, sinnvoll mit Ängsten und Frustrationen umzugehen und uns selbst mit all unseren Fehlern zu akzeptieren, z. B.:

  • den Nächsten so zu lieben wie sich selbst und sich täglich etwas Gutes tun
  • aufzuhören, alles in „gut“ und „schlecht“ einzuteilen (sein Schicksal annehmen)
  • in der Partnerschaft nicht immer ein und dieselbe Rolle einzunehmen
  • seinem Kind jeden Tag eine halbe Stunde aufmerksam zuhören
  • sich im Alter jeden Tag mindestens einen Termin machen, bei dem man Kontakt mit Menschen hat

Wir verraten Ihnen drei Regeln, die zu mehr Gelassenheit, mehr Kraft und Lebensfreude führen:

  • Lerne, weder dich noch andere zu verurteilen: „Wann haben sie das letzte Mal über irgendjemanden geschimpft, jemanden verurteilt, vielleicht sogar sich selbst verurteilt?“, so Bunz-Schlösser. Wahrscheinlich im ersten Moment ganz gut, doch dann tritt der Bumerang-Effekt ein: „Alles, was ich nicht nur mit lauten Worten, sondern auch mit Gedanken hinausgebe, fällt nach dem Bumerang-Gesetz wieder auf mich zurück“. Kurz: Das, was Sie an Negativgefühlen aussenden, bekommen Sie auch wieder zurück. Sparen Sie sich die Energie lieber und richten Sie diese auf das Positive. Natürlich dürfen Sie sich ab und zu über jemanden/etwas richtig aufregen - aber man muss es auch wieder „gut sein lassen“.
  • Ärgern Sie sich nicht mehr: Egal, ob beim Autofahren oder in der Warteschlange - schimpfen Sie viel oder schleppen Sie den Ärger über eine Situation stundenlang - oder sogar mehrere Tage - mit sich herum? Fürchten Sie sich vor der nächsten Zusammenkunft der Familie, weil dieses und jenes von Ihnen erwartet wird? Erwartet Sie Ihre Mutter dreimal die Woche zum Kaffee - und Sie gehen hin, obwohl Sie das eigentlich nicht wollen? Dann überlegen Sie, welchen Lerneffekt Sie aus dieser Situation ziehen könnten. Denn nur, wenn ein Besuch auch mit Ihren eigenen Bedürfnissen übereinstimmt, werden Sie Ihrer Mutter echte Freude bereiten können. Ist das nicht so, wird Ihre Mutter genau spüren, dass Sie eigentlich ungern zu ihr kommen - und sich darüber ärgern. Also: „Betrachten Sie immer eine Situation in der Sie sich über irgendjemanden ärgern, als eine Lernerfahrung: Fragen Sie sich, was Sie aus dieser Situation lernen können. Achten Sie darauf, ob das, was Sie im Moment tun, mit dem, was Sie eigentlich tun möchten, übereinstimmt.“ Tipp: Hier verraten wir Ihnen, wie Sie einen Weg aus dem Ärger-Tal finden!
  • Den Geist disziplinieren: Wer auf seine Gedanken achtet, wird feststelle, dass wir fast pausenlos an etwas denken, die “Maschine“ unentwegt rattert und wir nicht selten nicht ganz bei der Sache sind, die wir gerade tun. Doch genau das gilt es zu lernen: “Das, was Sie im Moment gerade tun, mit vollem Bewusstsein zu tun und an nichts anderes zu denken. Wenn Sie das gelernt haben (was ein sehr mühsamer Prozess ist), dann werden Sie erleben, dass Sie - fast wie in einer meditativen Haltung - in aller Ruhe und Gelassenheit handeln können, egal, was passiert, und Sie werden merken, dass das eine wichtige Grundlage für Ihr eigenes Lebensglück ist", so Bunz-Schlösser. Autogenes Training und Meditation können helfen!
    Tipp: Auswege aus der Grübelfalle verraten wir Ihnen hier.

Sie sind bereit für eine Veränderung?

Leben nicht nur „richtig“ oder „falsch“
Auch für Menschen, die noch zögern, ihrem Leben eine neue Wendung zu geben, hat Bunz-Schlösser einen Tipp: „Das Leben besteht nicht aus »richtig« und »falsch«. Es gibt in allen Bereichen viele Möglichkeiten, wie wir handeln können. Eine sehr gute Möglichkeit, für sich herauszufinden, welche Wege man selbst einschlagen möchte, liegt darin, alles im Leben als Experiment zu betrachten. Für mich heißt das: Ich probiere etwas Neues aus und weiß von vorneherein: Zu 50 Prozent geht’s gut und zu 50 Prozent geht’s schief. Allein durch diese Einstellung rechne ich auch von vorneherein damit, dass ich scheitern kann. Aber ich lerne so, dass das Scheitern zum Leben dazugehört und dass ich ohne etwas Neues zu probieren nicht weiterkomme“.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig