Profitiert Hirscher?

07.12.2018 13:16

„Schnüffel-Affäre“: Luitz droht Disqualifikation

Große Aufregung rund um eine „Schnüffel-Affäre“ im Ski-Lager der Herren: Stefan Luitz hatte zwischen den beiden Riesentorlauf-Durchgängen in Beaver Creek Sauerstoff durch eine Maske eingeatmet und damit gegen das Reglement des Skiweltverbandes FIS verstoßen. Ihm droht wegen des Regelverstoßes die nachträgliche Disqualifikation und damit auch der Verlust seines ersten Weltcupsieges. Profitieren würde davon Österreichs Ski-Held Marcel Hirscher. 

Mit der Sauerstoffzufuhr könnte der Deutsche seine Leistungsfähigkeit gesteigert haben. Bei der FIS ist unmittelbar nach dem Rennen, das Luitz als Erster knapp vor Hirscher beendet hatte, ein anonymer Protest eingegangen. Nun wird dieses Vorgehen überprüft.

„Wir betrügen nicht“
„Wir haben einen Fehler gemacht, da stehen wir auch dazu. Weil wir nicht wussten, dass die FIS ihr Reglement an den internationalen WADA-Code nicht angepasst hat“, sagte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier. „Wir akzeptieren, wenn man sagt, wir haben einen Regelverstoß gemacht. Aber nicht, dass wir gedopt haben. Wir betrügen nicht.“

Nach „Krone“-Informationen handelt es sich hier um einen Graubereich. Die Anti-Doping-Regeln der FIS besagen, dass ein Verstoß gegen diese Regeln automatisch eine Disqualifikation zur Folge hat. Allerdings erlaubt die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA in ihrer Liste der verbotenen Substanzen und Methoden aus diesem Jahr das Einatmen von Sauerstoff. Im schlimmsten Fall könnte eine Qualifikation drohen, möglicherweise aber auch nur eine Abmahnung.

Überraschender Sieg
Luitz holte im ersten Riesentorlauf nach seinem zweiten Kreuzbandriss sensationell seinen ersten Weltcupsieg. Mit seinem Erfolg verhinderte er den 60. Triumph von Hirscher im Weltcup. Dieser soll dem Österreicher nun am Wochenende in Val d‘Isere gelingen.

krone Sport
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