Zuspitzung im Web okay

06.12.2018 14:59

Rendi-Wagner verteidigt Anti-Regierungs-Video

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner hat am Donnerstag die fragwürdigen „Tipps“ ihrer Partei für eine „gelungene Schwarz-Blau-Regierung“ verteidigt. Die Sozialdemokraten hatten zuvor in einem angriffigen Facebook-Video inklusive Comic-Zeichnungen (siehe auch Video oben) neun Schritte zu einer erfolgreichen schwarz-blauen Regierung vorgetragen - um auf digitalem Wege die aktuelle Regierung und die Maßnahmen im ersten Jahr ihres Bestehens zu kritisieren. Ob die Art und Weise der Kritik angebracht ist, darüber scheiden sich die Geister. Laut Parteichefin Rendi-Wagner müsse man im Web aber zuspitzen.

Die SPÖ-„Tipps“ in dem Facebook-Video reichen von „Fördere Sozialbetrug und pfeif auf die Menschen, die arbeiten“ bis „Spalte die Gesellschaft, denn nur gemeinsam ist sie stark“.

In dem Video werden - bebildert mit Comic-haften Zeichnungen - neun Schritte zu einer erfolgreichen schwarz-blauen Regierung vorgetragen. „Finde eine Minderheit und mach sie zum Sündenbock“ ist darunter, „Investiere in rechtsextreme Medien“, „Zerschieß das BVT und bau deinen eigenen Geheimdienst auf“ (mit Zeichnung von FP-Innenminister Herbert Kickl) oder „Schweig zu jedem Thema, das unangenehm ist“ (mit Zeichnung von VP-Kanzler Sebastian Kurz mit „Censored“-Balken über dem Mund).

  • In dem SPÖ-Comic im Visier: Die Regierung unter Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Heinz-Christian Strache
    In dem SPÖ-Comic im Visier: Die Regierung unter Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Heinz-Christian Strache
  • „Tipp“ der SPÖ: Minderheit aussuchen und zum Sündenbock machen
    „Tipp“ der SPÖ: Minderheit aussuchen und zum Sündenbock machen
  • „Tipp“ der SPÖ: Mit „Klassenrowdies“ wie Victor Orban, Matteo Salvini und Marine Le Pen anfreunden
    „Tipp“ der SPÖ: Mit „Klassenrowdies“ wie Victor Orban, Matteo Salvini und Marine Le Pen anfreunden

Rendi-Wagner: „In Social Media braucht es eigene Formen“
Rendi-Wagner hat damit jedenfalls kein Problem, wie sie am Donnerstag sagte. Inhaltlich sei es richtig, und in den sozialen Medien brauche man eigene Formen, so die SPÖ-Chefin.

Die ÖVP-FPÖ-Regierung habe zwölf Monate Politik „auf dem Rücken der Schwächsten“ - Arbeitslosen, Kindern, Arbeitnehmern - gemacht, mit dem Zwölfstundentag, der Kürzung der Mindestsicherung oder der Zusammenlegung der Krankenkassen, für deren Kosten die Versicherten aufkommen müssten, kritisiert sie. Das werde in einem Social-Media-Format eben anders dargestellt als in einer Pressekonferenz, so Rendi-Wagners Kommentar zu dem Video ihrer Partei.

 krone.at
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