Luca di Montezemolo:

06.12.2018 13:39

„Hamilton wäre mit Ferrari Weltmeister geworden“

Als nun fünffacher Weltmeister liegt Lewis Hamilton gleichauf mit Juan Manuel Fangio und hat nur noch den siebenfachen Rekord-Champion Michael Schumacher vor sich. Der Mercedes-Pilot sicherte sich auch 2018 eindrucksvoll die WM-Krone. Wenn es nach dem ehemaligen Ferrari-Chef Luca di Montezemolo geht, hätte sein Ex-Team mit ihm den langersehnten Titel geholt.

„Lewis Hamilton hat den Unterschied gemacht, das war für mich die beste Saison des Engländers“, so der 71-Jährige, der von 1991 bis 2014 Ferrari-Boss war, gegenüber RAI. Er ist überzeugt: „Auch er hat Moment der Schwäche und kann in eine Krise schlittern, aber in diesem Jahr war er so stark - auch im Ferrari wäre er Weltmeister geworden!“

Fehlte das letzte Quäntchen
Ferrari-Star Sebastian Vettel musste sich mit Rang zwei in der WM-Wertung begnügen. Nach einem starkem Start konnte er am Ende mit Hamilton nicht mithalten. So ging der italienische Rennstall erneut leer aus. Montezemolo fieberte mit: „Ferrari hat ein gutes Auto gebaut, in einigen Situationen war es besser als der Mercedes. Aber es fehlte das letzte Quäntchen. Es gab Momente, da dachte ich wirklich, dass es endlich mit dem Titelgewinn klappen wird.“ Den letzten WM-Titel für Ferrari holte Kimi Räikkönen im Jahr 2007.

Ex-Boss zuversichtlich
„Vettel hat WM-entscheidende Fehler gemacht. Aber er stand auch unter enormem Druck, um Hamilton die Stirn zu bieten“, so die Analyse von Monezemolo. Der Ex-Ferrari-Präsident blickt aber zuversichtlich in die Zukunft: „Vettel ist ein Weltklassefahrer, der Ferrari sehr nahesteht. In enttäuschenden Momenten muss man ihm zur Seite stehen, zumal nun mit Charles Leclerc ein sehr starker junger Fahrer ins Team kommt.“

krone Sport
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