Zuckerkrankheit

07.12.2018 06:00

Minimieren Sie Ihr Diabetes-Risiko!

Während sich „Typ-1-Zucker“ nicht verhindern lässt, kann man dem Typ 2 sehr gut vorbeugen. Vor allem ist es wichtig, mehr Bewegung ins Leben, vor allem auch in den Alltag, zu bringen.

Faktoren wie Vererbung und Alter können Sie nicht beeinflussen, viele andere jedoch schon:

Bauchumfang:
„Das Fett um die Leibesmitte löst Entzündungsprozesse im Körper aus, schädigt Gefäße und wirkt sich negativ auf den Blutzuckerspiegel aus“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Susanne Kaser, Stellvertretende Direktorin der Universitätsklinik für Innere Medizin I, Innsbruck. „Als Grenzwerte gelten 88 cm bei Frauen und 102 cm bei Männern.“

  • Entzündungsprozesse und Gefäßschädigungen können die Folge von zu viel Fett um die Leibesmitte sein.
    Entzündungsprozesse und Gefäßschädigungen können die Folge von zu viel Fett um die Leibesmitte sein.

Übergewicht:
Je mehr Kilos ein Mensch auf die Waage bringt, desto unempfindlicher reagieren die Andockstellen auf Insulin. „Das bedeutet, dass das Hormon seine Wirkung an den Zellen verliert. Glukose wird nicht aus den Gefäßen weitertransportiert, sondern bleibt im Blut“, so Prof. Kaser. Außerdem benötigt eine größere Körpermasse mehr Insulin. Abnehmen lohnt sich: Jedes abgebaute Kilo wirkt sich zumeist günstig auf den Blutzuckerspiegel aus. Eine Gewichtsreduktion von 7 Prozent des Ausgangsgewichts zeigt bereits ein sehr deutliches Resultat.

  • Überschüssige Kilos erhöhen das Diabetes-Risiko.
    Überschüssige Kilos erhöhen das Diabetes-Risiko.

Bewegungsmangel:
Da Aktivität den Stoffwechsel ankurbelt, bauen Bewegungsmuffel weniger Blutzucker ab.
Geeignet sind flottes Gehen, Nordic Walking, Radfahren, Laufen, Wandern, Tanzen, Langlaufen, Schwimmen etc. Aber auch kleine Bewegungseinheiten im Alltag, wie z. B. Stiegensteigenoder mit dem Rad statt mit dem Auto ins Büro zufahren, bringen einen positiven Effekt.

Bluthochdruck:
Hypertonie erhöht vor allem die Gefahr für Folgeschäden eines Diabetes enorm. Je stärker der Druck innerhalb eines Gefäßes ist, umso mehr wird die innere Gefäßwand geschädigt. An den schadhaften Stellen können sich sogenannte „Plaques“ bilden und die Arterie verengen (Atherosklerose).Das wird durch die Ablagerung von Blutfetten in den Gefäßen noch verstärkt. Finden sich im Blut dann auch überhöhte Konzentrationen von Blutzucker, so haftet sich dieser Zucker ebenfalls an den Wänden an.

Blutfette:
„Schlechtes“ LDL-Cholesterin kann sich bei einem Überangebot an den Wänden der Blutgefäße ablagern und zu Atherosklerose führen - Gefäßverengung ist die Folge. Triglyzeride wiederum werden wie der Blutzucker durch Insulin aus dem Blut in die Gewebszellen transportiert. Erhöhte Werte stehen daher oft mit Insulinmangel oder verminderter Insulinwirkung in Zusammenhang.

  • Ob jemand zuckerkrank wird, hängt auch vom Lebensstil ab.
    Ob jemand zuckerkrank wird, hängt auch vom Lebensstil ab.

Um all diesen Faktoren vorzubeugen, empfehlen Experten zumeist Gewichtsabnahme und Bewegung. Manchmal sind Medikamente vonnöten. Auf jeden Fall sollten sich Betroffene von einem Spezialisten beraten lassen!

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Symptome, Zielwerte sowie die medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten werden in dem aktuellen Ratgeber „Diabetes verstehen“ vorgestellt. Auch Bewegungs- und Ernährungstipps sind enthalten. Ein Kapitel widmet sich dem Thema Diabetes bei Kindern. Die Broschüre wurde gemeinsam mit Experten erstellt und ist derzeit in der Apotheke kostenlos erhältlich. Zudem steht sie unter www.gesundheitverstehen.at ebenfalls kostenlos zum Download zur Verfügung.

Eva Greil-Schähs, Kronen Zeitung

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