Hersteller geben zu:

02.12.2018 19:30

„Tempolimit-Assistenten sind zu unzuverlässig!“

Moderne Autos sind oft mit einem Assistenzsystem ausgerüstet, das das aktuell geltende Tempolimit anzeigen soll. Theoretisch eine gute Idee, in der Praxis ist die Fehlerquote zu hoch. Bisher wollte man davon bei den Autoherstellern nichts wissen - bis die EU diese Assistenten jetzt verpflichtend vorschreiben wollte.

Der europäische Autoherstellerverband ACEA hat nun eingeräumt, dass Tempolimit-Warner mit Verkehrszeichenerkennung heute noch nicht zuverlässig funktionieren. Die Systeme zeigten im täglichen Einsatz zu häufig falsche Warnungen, heißt es in einer Mitteilung. Die Kamera- und Bilderkennungstechnik hinter den Tempowarnern spielt nicht nur für aktuelle Assistenzsysteme eine Rolle, sondern ist auch für künftige autonom fahrende Autos entscheidend - schließlich müssen sie wissen, wie schnell sie fahren dürfen.

Als Problem für die kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung ortet der Verband unter anderem, dass Verkehrszeichen innerhalb Europas nicht einheitlich gestaltet sind. Schwierigkeiten gebe es auch dabei, verdeckte Schilder zu identifizieren oder bei widersprüchlicher Beschilderung das gültige Limit zu erkennen. Bei den Systemen, die zusätzlich zum Kamerabild Navigationsdaten nutzen, führten zudem veraltete oder falsche Karteninformationen zu Fehlmeldungen.

Die ACEA reagiert mit dem ungewöhnlichen Eingeständnis auf Pläne der EU, die Verkehrszeichenerkennung künftig zur Pflichtausstattung von Neuwagen zu machen. Insgesamt 19 Assistenten für Pkw und Nutzfahrzeuge sollen demnach Anfang des kommenden Jahrzehnts obligatorisch werden, darunter etwa der Spurhaltehelfer und der Müdigkeitswarner.

 krone.at
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