Aufregung im Netz

11.10.2018 13:51

ORF-Kabarettist spottet über toten Jörg Haider

Am 11. Oktober 2008 verunglückte der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider tödlich. Bis heute ranken sich zahlreiche Mythen und Verschwörungstheorien um jene Nacht. Für Aufregung auf Twitter sorgt in diesem Zusammenhang ORF-Kabarettist Florian Scheuba. Er postete nämlich auf dem Kurznachrichtendienst: „Es heißt, in Kärnten sei einst die Sonne vom Himmel gefallen. Dabei hatte sie 142 km/h, 1,8 Promille und war noch wärmer, als man zuvor geglaubt hatte.“ Ein Tweet, der die Wogen - erwartungsgemäß - hochgehen ließ ...

Dass Jörg Haider wohl eine der umstrittensten politischen Figuren Österreichs war, ist nicht von der Hand zu weisen. Und auch zehn Jahre nach seinem Tod scheint es, als würde er keine Ruhe finden. So kursieren diverse Theorien um seinen tragischen Unfalltod - und diese Tatsache sowie Haiders Prominenz veranlassen manch einen zu bewussten Provokationen. So etwa Kabarettist Florian Scheuba:

„Einfach nur mehr primitiv“
Selbst Menschen, die Jörg Haider zu Lebzeiten kritisch beurteilt haben, reagierten abweisend. „Habe ihn nie gewählt, aber das ist nur mehr tief“, schrieb ein User auf Twitter. Ein andere meinte: „Kann es sein, dass ein paar heiße Teile der Sonne Sie am Kopf getroffen haben?“ Oder: „Egal wie man zu Haider stehen mag - aber das ist einfach nur primitiv.“ Andere wiederum sehen den Tweet weniger kritisch: „Ach, Herr Scheuba! Als jungen Hektiker hab ich Sie irgendwie nicht ausgehalten. Aber jetzt werden Sie echt zum Sir. Das Alter hat schon was. Von wegen ,Scheiss mir nix‘. Bitte weiter so. Danke.“

Makabere Anspielung auf Dörfler-Sager
Scheuba selbst hat sich zu den Reaktionen auf sein Posting noch nicht geäußert. Zuletzt war er mit Robert Palfrader und Thomas Maurer als „Staatskünstler“ im ORF-Abendprogramm zu sehen. Zudem veröffentlicht er Beiträge als Kolumnist im „Standard“. Seine makabere Anspielung bezog sich übrigens auf einen Sager von Jörg Haiders damaligem Stellvertreter Gerhard Dörfler. Dieser meinte am Tag nach dem Ableben Haiders, in Kärnten sei „die Sonne vom Himmel gefallen“.

Strache und Witwe: Versöhnung am Grab
Jörg Haider war in der Nacht auf den 11. Oktober 2008 tödlich verunglückt. Zehn Jahre nach dem Tod Haiders hatten sich am Mittwoch seine Witwe Claudia und der nunmehrige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bei einem Festakt an der Grabstätte Haiders im Kärntner Bärental versöhnt. Haiders BZÖ-Mitstreiter Gerald Grosz verlieh dem Vizekanzler die „Jörg-Haider-Medaille“, anschließend pflanzten Witwe und Vizekanzler gemeinsam einen Baum.

 krone.at
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