Von Läusen bis Husten

14.09.2018 06:00

Ist mein Kind gesund?

Gerade zu Beginn des neuen Schuljahres stellen sich viele Eltern die Frage, ob der Nachwuchs gesund ist. Häufige Probleme und wie man diesen vorbeugen kann bzw. wie man sie richtig behandelt:

Läuse
Das große Köpfekratzen stellt sich regelmäßig im Herbst ein. Dieses Problem hat aber keineswegs mit einem zu selten gewaschenen Haupthaar zu tun. Hauptsache, es gibt für die Läuse Blut zu saugen. Doch keiner muss sich mit diesen Quälgeistern abfinden. Heute stehen verschiedene Mittel zur Verfügung, um Läusen den Garaus zu machen.

  • Den Kopf der Kleinen ab und zu auf Lausbefall kontrollieren
    Den Kopf der Kleinen ab und zu auf Lausbefall kontrollieren

Warzen
Etwa jedes dritte Kind zwischen 4 und 12 Jahren bekommt Warzen. Das HP-Virus ist hoch ansteckend. Da es durch direkten Hautkontakt übertragen wird, können sich Kinder und Jugendlichen immer wieder selbst anstecken, wenn sie die betroffenen Hautstellen aufkratzen. Wird das Immunsystem von Kindern und Jugendlichen kräftiger, bilden sich Warzen oft von selbst wieder zurück. Unbehandelt kann es bis zu zwei Jahren dauern, ehe eine Warze vollständig verschwunden ist. Die Therapie sollte deshalb rasch erfolgen, um weitere Infektionen zu verhindern.

  • Warzen lassen sich gut mit Tinkturen aus der Apotheke behandeln
    Warzen lassen sich gut mit Tinkturen aus der Apotheke behandeln

Gehirnfutter
Auf den Nerven-, Energie- und Gehirnstoffwechsel wirkt sich ein Mangel an B-Vitaminen besonders auffällig aus. Es kommt zu Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwäche und schlechter Merkfähigkeit. B-Vitamine: Aufgrund ihrer Bedeutung werden sie auch oft als Glücksvitamine bezeichnet, denn sie bewirken zusammen mit Botenstoffen im Gehirn ein Gefühl der Gelassenheit und Ruhe - eine wichtige Voraussetzung für konzentriertes Lernen. Um sich den Stoff auch gut zu merken und aufmerksam zu sein, braucht das Gehirn den Botenstoff Dopamin. Er kann nur gebildet werden, wenn genug von den Vitaminen B6, B12 und C vorhanden ist

„Wachstumsschmerzen“
Etwa ein Drittel der unter zwölfjährigen Kinder leidet an unklaren Beschwerden in Knochen und Gelenken. Das Stechen, Brennen oder Ziehen tritt fast immer in der Nacht auf. Meist sind die Beine davon betroffen. Mädchen scheinen häufiger an Wachstumsschmerzen zu leiden als Buben. Die Beschwerden gehen oft nach ein paar Tagen wieder vorüber, selten dauern sie mehr als ein paar Wochen an. Ausgeschlossen werden muss, dass es sich um eine Erkrankung der Muskulatur sowie des Skelettes handelt, wie zum Beispiel eine Sportverletzung oder Rheuma.

  • Wachstumsschübe von Kindern sind oft von Schmerzen begleitet.
    Wachstumsschübe von Kindern sind oft von Schmerzen begleitet.

Während Kinder im Alter zwischen 4 und 10 Jahren eher über diffuse Schmerzen klagen, sind die Wachstumsstörungen, verbunden mit Glieder- und Knochenschmerzen, oft bei sportlich aktiven Jugendlichen meist genau lokalisierbar. Diese werden häufig an Ferse oder Kniegelenk, meist einseitig, oder aber auch beidseitig geortet. Warum die Beschwerden vorwiegend nachts quälen, ist noch nicht ausreichend geklärt. Manchmal sind es Fehlhaltungen oder körperliche Überlastung. Auch allgemeines Unwohlsein durch zu viel Stress kann Hand in Hand mit Schmerzen in den Beinen auftreten. Gerade Stress raubt dem Körper wichtige Mineralstoffe, die zur Regeneration der Zellen erforderlich sind

Übrigens: Wie groß Ihr Kind später einmal wird, hängt vor allem von den Genen ab. Stress, schädliche Umwelteinflüsse oder die Ernährung können das Wachstum aber auch beeinflussen. Damit Kinder stabile, kräftige Knochen bekommen, benötigt der Organismus Kalzium und Phosphor. Vitamin D ist erforderlich, um das Kalzium überhaupt aufnehmen zu können.

  • Starken, hartnäckigen Husten ärztlich abklären lassen!
    Starken, hartnäckigen Husten ärztlich abklären lassen!

Starker Husten
Gerade für Kinder kann Husten sehr anstrengend und lästig sein. Mit pflanzlichen Mitteln hilft man den Kleinen auf natürliche und schonende Weise. Hier einige Hausmittel:

  • Zwiebelsirup:
    Aufgrund ihrer schwefelhaltigen Inhaltsstoffe haben Zwiebel entzündungshemmende und desinfizierende Wirkung auf die Schleimhäute des Rachenraums: Zwiebel in Würfel schneiden, in eine kleine Schale füllen und mit zwei Esslöffeln Zucker bestreuen. Einige Stunden ziehen lassen.
  • Rettichhonig:
    Einen schwarzen Rettich der Länge nach halbieren und aushöhlen. Danach beide Hälften mit Honig auffüllen und acht bis zwölf Stunden ziehen lassen. Von dem Saft, der dabei entsteht und den man möglichst im Kühlschrank aufbewahren sollte, kann einem Kind vor jeder Mahlzeit ein Teelöffel voll verabreicht werden.
  • Rosinensud:
    Eine Handvoll Rosinen, Kamillenblüten und Eibischblätter kurz in Wasser aufkochen. Anschließend noch einen Esslöffel Honig hinzufügen. Jede Stunde einen Teelöffel davon einnehmen.

Karin Rohrer-Schausberger, Kronen Zeitung

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