„Pannenhilfe“ nötig

10.08.2018 09:04

Mit E-Rollstuhl auf Friedhof „gestrandet“

Kurioser ÖAMTC-Einsatz auf dem Friedhof in Oberwart im Südburgenland: Einem Rollstuhlfahrer gingen die Batterien seines Elektro-Gefährts inmitten der Gräber aus. Der alarmierte Pannenfahrer konnte dem betagten Mann dank einer aufmerksamen Passantin rasch helfen. Die Hitze wäre dem Opfer wohl gefährlich geworden, heißt es.

„Einsatzort: Friedhof in Oberwart. Fahrzeug: unbekannte Fahrzeugart. Vermerk: dringend“, so die wenigen Daten des Einsatzes für ÖAMTC-Pannenfahrer Herbert Riegler. Als der Gelbe Engel schließlich am Zielort eintraf, fand er einen scheinbar verlassenen Friedhof hinter geschlossenen Toren vor. Doch der pflichtbewusste Helfer gab nicht auf, mit lauten Rufen machte er auf sich aufmerksam: „Ich hab plötzlich eine Antwort gehört. Herr B. saß auf einem Stein nahe der Wasserstelle und konnte sich nicht weiterbewegen.“

Batterien versagten aufgrund der Hitze
Der Pensionist hatte ein Grab besuchen wollen, dabei dürften die Batterien des elektrischen Rollstuhls in der Mittagshitze versagt haben. Glücklicherweise kam schließlich eine Passantin an der Stelle vorbei, verständigte die Nothilfe und half dem gestrandeten Mann zur nahen Wasserstelle.

Ein paar Minuten und Handgriffe später war der Rollstuhl wieder voll funktionstüchtig. Sichtbar zufrieden machte sich Herr B. auf den Heimweg. „Ein Dankeschön möchte ich auch an die Passantin ausrichten, die den Notruf abgesetzt hat“, so Riegler. Als Selbstverständlichkeit sieht der Pannenhelfer die Unterstützung der Frau nicht: „Diese Hilfsbereitschaft und Zivilcourage ist nicht alltäglich.“ So ein Einsatz jedoch bestimmt ebenfalls nicht.

Josef Poyer, Kronen Zeitung

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