„Stimmen im Kopf“

10.08.2018 07:08

Verstörendes Video zeigt Killer nach Amoklauf

Es ist ein verstörendes Video, das den mutmaßlichen Parkland-Attentäter kurz nach seiner Festnahme im Februar zeigt. Wenige Stunden nach dem Massaker an einer Highschool in Florida, bei dem 17 Schüler getötet wurden, berichtet der 19-jährige Nikolas Cruz einem Ermittler von Stimmen in seinem Kopf.

Das Büro des Sheriffs des Bezirks Broward im US-Bundesstaat Florida veröffentlichte diese Woche auf Antrag mehrerer Medien das entsprechende Protokoll von einem Verhör des 19-Jährigen.

„Töte mich, töte mich einfach“
Darin ist vermerkt, dass der Polizeibeamte John Curcio Cruz zunächst ein Glas Wasser angeboten habe. „Ich verdiene es nicht“, entgegnete der 19-Jährige laut Mitschrift. Als Curcio den Raum verließ, um dennoch ein Glas Wasser zu holen, sagte Cruz zu sich selbst: „Töte mich, töte mich einfach.“ Dabei richtete er zwei Finger an seinen Kopf und tat so, als ob er sich erschießen wolle.

Angebliche Stimmen im Kopf 
Im Verhör sagte der Beschuldigte dann, Dämonen in seinem Kopf, die schon seit Jahren zu ihm sprächen, hätten ihm befohlen, „Waffen zu kaufen, Tiere zu töten und alles zu zerstören“. „Was sind die Dämonen?“, hakte Curcio nach. „Die Stimmen“, antwortete Cruz laut Protokoll. „Die dunkle Seite.“ Auf die Nachfrage, was die Stimmen zu ihm sagten, antwortete Cruz: „Verbrenne. Töte. Zerstöre.“

Bruder: „Ich verstehe dich“
Später betrat sein Bruder Zachary den Verhörraum und tröstete Cruz. „Ich verstehe, was du durchmachst, und die Leute verstehen dich nicht, aber ich tue es“, sagte er, während er Cruz umarmte.

  • „Ich verstehe dich“, flüsterte ihm Bruder Zachary ins Ohr.
    „Ich verstehe dich“, flüsterte ihm Bruder Zachary ins Ohr.

Der 18-Jährige Bruder des Killers wurde später verhaftet. Der Grund: Er wurde dabei belauscht, wie er von der Berühmtheit von Nikolas schwärmte, als er diesen im Gefängnis besuchte. Er sprach auch davon, einen Fanklub für den Massenmörder zu gründen. „Er zeigt die gleichen Alarmzeichen wie sein Bruder“, war Staatsanwältin Sarahnell Murphy überzeugt.

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