Mieten in Wien dämpfen

09.08.2018 16:55

Mehr günstige Wohnungen durch neue Flächenwidmung

Die Stadt Wien ändert die Bauordnung ab und führt eine neue Widmungskategorie ein. Diese soll mehr leistbaren Wohnraum ermöglichen und Grundstücksspekulationen eindämmen. Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal (SPÖ) und Gemeinderat Christoph Chorherr (Grüne) präsentierten am Donnerstag die Neuerungen.

Ab 2019 soll es die Kategorie „geförderter Wohnbau“ geben. Auf Flächen mit dieser Widmung dürfen nur mehr Gebäude mit überwiegend geförderten Wohnungen errichtet werden. Um Spekulationen einzugrenzen, erhalten Grundbesitzer beim Verkauf maximal 188 Euro je Quadratmeter.

  • Christoph Chorherr, Kathrin Gaal und Josef Ostermayer (v.l.)
    Christoph Chorherr, Kathrin Gaal und Josef Ostermayer (v.l.)

Kein Eingriff in bestehende Verträge
Derzeit würden Areale mit bis zu 2000 Euro je Quadratmeter angeboten, so Chorherr. Gegen diesen Eingriff ins Eigentumsrecht hatte der Hauseigentümer-Verband geklagt. Der Verfassungsgerichtshof wies die Bedenken jedoch ab. Begründung: Das öffentliche Interesse an erschwinglichem Wohnraum sei höher zu bewerten. „In bestehende Verträge greifen wir aber nicht ein“, betont Gaal.

Als Miete darf nicht mehr als knapp fünf Euro netto je Quadratmeter verlangt werden. Im Verkaufsfall muss die Stadt ihre Zustimmung erteilen. Die neuen Regelungen werden auf dem Wohnungsmarkt preisdämpfend wirken, ist Josef Ostermayer, Obmann der Gemeinnützigen Bauträger, überzeugt. „Ich bin sehr froh, dass Wien diesen Weg geht“, so Ostermayer.

Alex Schönherr und Lisa Huber, Kronen Zeitung

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