„Krone“-Ombudsfrau

11.06.2018 06:00

Einkauf: Blick in Tasche darf abgelehnt werden

Weniges polarisiert Menschen so sehr wie die Frage eines Kassiers, ob er kurz in die mitgebrachte Tasche schauen darf. Einem Wiener etwa ging dies letztens gehörig gegen den Strich. Fakt ist: Rechtlich gesehen darf man als Kunde eine solche „Bitte“ höflich ablehnen.

„Soll ich als potenzieller Straftäter behandelt werden und nur noch einkaufen dürfen, wenn ich einen Striptease hinlege?“, ärgerte sich Markus R. über seinen letzten Einkauf im Supermarkt: „Normalerweise ist es mir egal, doch da ich die Patientenakten meines Vaters dabei hatte, verneinte ich dieses Mal.“ Der Filialleiter wurde gerufen und ließ durchblicken, „dass ich fortan als Persona non grata gelten würde“, so Herr R.: „Man sah mich an, als sei ich Long John Silver auf Kapertour. Muss man sich das gefallen lassen?“

  • Verkaufspersonal muss man nicht in seine Tasche schauen lassen, die Exekutive hingegen schon (Symbolbild).
    Verkaufspersonal muss man nicht in seine Tasche schauen lassen, die Exekutive hingegen schon (Symbolbild).

Nein, sagt der Verein für Konsumenteninformation: Weder Kassa- noch Security-Personal hätten das Recht dazu. Aber: Bei begründetem Verdacht dürfen sie eine verdächtige Person auffordern zu bleiben, bis die Polizei kommt - und die darf hineinschauen!

 Ombudsfrau
Ombudsfrau

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).