Tolle neue Modelle

12.06.2018 09:00

Mit diesen Fernsehern wird die WM zum Erlebnis

In wenigen Tagen startet die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Für viele ein willkommener Anlass, um sich einen neuen Fernseher zu gönnen. Wohnkrone.at hat die wichtigsten Kaufkriterien in acht Tipps zusammengefasst.

  • Die Größe: Die optimale Größe eines Fernsehers hängt natürlich von räumlichen Gegebenheiten ab. Grundsätzlich lässt sich sagen: Die Industrie hat 50 bis 55 Zoll als die neue Mittelklasse definiert. 32 bis 40 Zoll-Geräte haben sich preislich wie auch in Sachen Features als Einstiegsklasse etabliert, High-End-Geräte sind ab 55 bis 75 Zoll zu haben. Besonders große Display-Diagonalen (ab 65 Zoll) brauchen mitunter spezielle Techniken, um den Schirm gleichmäßig und kontrastreich auszuleuchten (z.B. mit Local-Dimming). Das zahlt sich erst im Highend-Bereich aus. Das beste Preis-Größen-Verhältnis bieten die meisten Hersteller aktuell bei Modellen zwischen 55 und 65 Zoll an.
  • Die Auflösung: Ultra-High-Definition (UHD) bzw. 4K ist derzeit und für die nächsten Jahre der relevante Auflösungsstandard. Die meisten HD-Fernsehsender spielen ihre Inhalte mit 720p (HD-Ready) oder 1080p (Full-HD) aus. Ein 4K-TV kann allerdings bis zu 3.840 x 2.160 Pixel darstellen, also fast viermal mehr als der Full-HD-Standard. Da die Bildberechnungsraten der TVs immer schneller werden und die Geräte das Material sehr gut auf die 4K-Auflösung hochskalieren, kann man heute - sofern man HD-Basismaterial abspielt - trotzdem bedenkenlos zum 4K-Modell greifen.

Allerdings kommt genau hier der entscheidende Unterschied zwischen sehr teuren und preisgünstigeren Modellen zum Tragen: Obwohl am Datenblatt der Geräte die gleichen Zahlen stehen, macht die Bildberechnungssoftware den Unterschied aus.

  • Immer probeschauen: Aus diesem Grund sollte jeder Fernseher vor der Kaufentscheidung probegesehen werden. Die nackten Zahlen sagen nicht viel über die tatsächliche Bildqualität aus. Lassen Sie sich im Geschäft immer das normale TV-Bild, auch von Nicht-HD-Sendern, zeigen. Die üblichen Demovideos spielen fast nur 4K-Inhalte aus, zeigen also den TV im besten Licht. Echte 4K-Inhalte bieten aber nur manche Streamingdienste (Netflix, Amazon) oder Pay-TV (Sky). Die meisten TV-Sender spielen ihre Inhalte mit deutlich geringerer Auflösung aus. Anhand des „normalen“ TV-Bilds kann man schnell erkennen, ob die Skalierungssoftware etwas taugt oder nicht.
  • Die Konnektivität: Smart-TVs brauchen WLAN, sonst können viele Funktionen wie Streamingdienste und TV-Zusatzinfos nicht abgerufen werden. Da die meisten TVs jedoch nur stationär genutzt werden, lohnt es sich oft auch, noch ganz klassisch ein LAN-Kabel vom Router direkt zum TV zu verlegen. Damit hat man eine konstantere Verbindungsleistung und meist eine höhere Datenrate.

Weitere wichtige Anschlüsse: HDMI- und USB-Ports für TV-Boxen, Laptops, Tablets, Sticks, Computer oder Multimediafestplatten. Wichtig: Es gibt unterschiedliche HDMI-Standards, die für Video- und Soundfunktionen relevant sind. Um 4K-Inhalte abspielen zu können, sollte mindestens HDMI 1.4 unterstützt werden. Gängig ist heute HDMI 2.0a und 2.0b. Für bis zu 8K-Inhalte wäre der allerneueste Standard HDMI 2.1 notwendig. Gleiches gilt für den WLAN-Standard. Heute sollte es mindestens 802.11ac sein.

Bluetooth ist vor allem für Soundbars und kabellose Kopfhörer wichtig. Vereinzelt auch für programmierbare Universalfernbedienungen.

  • HDR: Hinter dem Kürzel steckt die Bezeichnung High Dynamik Range und die sorgt für hohe Helligkeitsunterschiede und besonders kontraststarke Bilder. Dank HDR wirken Fotos, Filme und TV-Inhalte natürlicher und die Farben kräftiger. Die meisten UHD-TVs können HDR-Inhalte darstellen, aber auch hier gibt es in der Bildberechnung Unterschiede. Dolby Vision ist ein vergleichbarer Standard, der direkt aus der Kinowelt kommt. Um HDR-Inhalte von externen Quellen (z.B. Computer) zuspielen zu können, braucht es mindestens eine HDMI 2.0a-Schnittstelle am TV.
  • Symbolbild
    Symbolbild
  • Bewegtbildschärfe: Speziell bei Sportevents oder rasanten Actionfilmen ist die Bewegtbildschärfe essenziell für das TV-Vergnügen. Die lässt sich jedoch anhand von technischen Daten praktisch nicht ablesen.

Die native Hertzanzahl (Bildwiederholungsrate, Hz) des Panels sollte mindestens 50 bis 60 Hz betragen (aktueller Standard), 100 wären besser. Da die TV-Hersteller aber üblicherweise mit deutlich höheren Hertz-Zahlen werben, muss man wissen, dass das die von der Software interpolierten Werte sind. Um die tatsächliche Leistung beurteilen zu können, gilt wiederum: unbedingt probeschauen!

  • OLED - ja oder nein: Seit Jahren werden die organischen Leuchtdioden (kurz OLED) als die Technologie der TV-Zukunft angepriesen. Tatsächlich bieten OLEDs einige Vorteile: homogenere Bildausleuchtung, kräftigere Farben, höherer Kontrast. Dem stehen konstruktionsbedingte Nachteile gegenüber: geringere Lebensdauer als bei LCD-LED-TVs, höherer Stromverbrauch, geringere Maximalhelligkeit und tendenziell höhere Preise.

LG bietet bereits seit Jahren OLED-TVs zu recht humanen Preisen an. Sony mischt jetzt auch mit zwei Modellen mit. Samsung versucht mit der hauseigenen QLED-Technologie die Vorteile beider Technologien zu vereinen.

  • Gerade statt gebogen: Und zum Schluss noch die Hiobsbotschaft für Curved-TV-User: der Trend ist praktisch vorbei. So wie 3D. Hier hat die Industrie mit viel Aufwand versucht, Features an die Kunden zu bringen, die sich praktisch aber nie durchgesetzt haben. Speziell für Fußballfans sind gebogene TVs nicht empfehlenswert - schon gar nicht, wenn man die Spiele in großer Runde mit Freunden verfolgen will.

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