Seit 9/11

17.05.2018 10:06

2,8 Billionen Dollar flossen in Anti-Terror-Kampf

Schier unfassbare Summen sind es, die die USA in die Terrorismusbekämpfung investieren - behauptet zumindest die Ideenschmiede „The Stimson Center“ in einer aktuellen Studie. 2,8 Billionen Dollar (knapp 2,4 Billionen Euro) sollen es alleine seit 9/11 gewesen sein.

Investiert wurde in Kriege in Afghanistan, im Irak und in Syrien, zudem in alle Leistungen der Homeland Security, in internationale Programme und in Auslandshilfe. Durch den enormen Gesamtbetrag ergeben sich durchschnittliche jährliche Ausgaben von rund 186 Milliarden Dollar (knapp 160 Milliarden Euro).

Kriege ließen Kosten durch die Decke gehen
Der absolute Höhepunkt der jährlichen Ausgaben wurde im Jahr 2008 erreicht, wo 260 Milliarden Dollar (220 Milliarden Euro) in den Anti-Terror-Kampf flossen - was vor allem der damaligen Lage in Afghanistan und im Irak geschuldet war. Die niedrigsten Ausgaben wurden im Jahr 2017 verzeichnet - und zwar mit 175 Milliarden Dollar (knapp 150 Milliarden Euro).

  • US-Soldaten im Irak
    US-Soldaten im Irak

Auch wenn im vergangenen Jahr ein Rückgang zu verzeichnen war, ist dies nicht dauerhaft zu erwarten, berichten unzählige US-Medien in Bezugnahme auf die Studie.

Deutlich mehr Suchtmitteltote als Terroropfer
Ob die gewaltige Summe tatsächlich notwendig ist, bleibt dahingestellt. Allerdings wird angeführt, dass seit 9/11 in den USA 100 Menschen durch muslimische Extremisten zu Tode gekommen sind, durch Suchtmittelüberdosen dagegen mehr als 20.000 in nur einem Jahr.

  • Die Attacke auf die Twin Towers in New York schockte die ganze Welt.
    Die Attacke auf die Twin Towers in New York schockte die ganze Welt.

Berechnungen „mangelhaft“, weil Regierungsdaten nicht transparent
Die Studienautoren weisen abschließend darauf hin, dass die Berechnungen in ihrer wissenschaftlichen Arbeit „mangelhaft“ seien, da die von der Regierung zur Verfügung stehenden Daten nicht komplett transparent seien, was eine genaue Aufschlüsselung schwierig mache. Dennoch solle die Studie den Entscheidungsträgern helfen, zu evaluieren, ob das Land zu viel oder zu wenig in den Anti-Terror-Kampf investiert.

 krone.at
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