Sterblichkeit gesunken

17.04.2018 08:59

Große Erfolge in der Krebs-Behandlung

Wir werden immer älter, daher steigt die Zahl der Tumorerkrankungen. Die gute Nachricht: Dank moderner Diagnose und Früherkennung sind die  Todesfälle als Folge von Krebs um 25 Prozent zurückgegangen. Aber finanzielle und personelle Mittel in Therapie und Forschung werden knapp.

 Bei vielen Karzinomarten sind die Überlebenschancen inzwischen sehr hoch, z. B. bei Schilddrüsen-, Hoden-, Prostata-, Brust- und Hautkrebs, wie Univ.-Prof. Dr. Leopold Öhler, Vorstand der 1. Abteilung für Innere Medizin/Onkologie St. Josef Krankenhaus und Onkologie Barmherzige Schwestern Krankenhaus in Wien auf einer Pressekonferenz betonte. Damit liegt Österreich im europäischen Vergleich im absoluten Spitzenfeld an vierter Stelle. „Wir verdanken diesen Trend der modernen Diagnose und den Fortschritten in der Früherkennung, der guten Versorgung durch klinische Forschung, Verbesserung der onkologischen Chirurgie und Strahlentherapie. Nicht zuletzt auch der weltweiten Vernetzung der Grundlagen- sowie klinischen Forschung, den Innovationen der Pharmaindustrie und dem frühen Zugang zu neuen Medikamenten.“

Doch die Experten warnten auch davor, das sich dies künftig ändern könnte und fordern eine „Agenda Krebs 2030“, denn die diagnostischen, therapeutischen und betreuerischen Leistungen für Krebspatienten nehmen zu. „Derzeit ist die onkologische Versorgung zwar auf hohem Niveau, aber die Zukunft stellt uns vor große Herausforderungen, weil die finanziellen und personellen Ressourcen schon jetzt mehr als knapp sind“, so Prof. Dr. Andreas Petzer, Abteilungsvorstand Interne I, Ordensklinikum Linz.

Das Schlüsselwort für Krebsforscher Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Christoph Zielinski vom Vienna Cancer Center ist die Vernetzung von Strukturen, um mit knappen Mitteln möglichst effizient umzugehen und den Patienten dennoch die bestmögliche Versorgung zu bieten. „So ist das Vienna Cancer Center entstanden, das die onkologischen Einrichtungen der Medizinischen Universität Wien, des Wiener Krankenanstaltenverbundes, der Vinzenz Gruppe, des Franziskus Spitals und der Wiener Gebietskrankenkasse im Sinn einer qualitativ einheitlichen, wohnortnahen Behandlung verbindet. Davon profitieren mehr als 31.000 Krebspatienten pro Jahr.“

Eva Rohrer, Kronen Zeitung

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