Vorwürfe gegen Spital

16.04.2018 14:48

Herz stand still: Ellas Kampf um normales Leben

Es war ein warmer Sommertag, dieser 15. Juli 2013. Ein Tag, an dem das Gefühl von unermesslichem Glück einer Mutter von der brutalen Realität eingeholt wurde. Claudia Moosbrugger hielt ihre gesunde Tochter im Arm, Stunden später hörte deren Herz auf zu schlagen - seither kämpft sich Ella ins Leben zurück.

Ella kann nicht sprechen, braucht mit ihren fünf Jahren Windeln. Sie weiß nicht, wie Pizza schmeckt oder ein Kinderschnitzerl. Die Kleine kennt nur den braunen Brei, der ihr über Schläuche zugeführt wird.

Ellas Schicksalstag war der Tag ihrer Geburt. Sie war pumperlgesund, als sie im Wiener St.-Josef-Spital das Licht der Welt erblickte. Nur bei ihrer Mama, Claudia Moosbrugger, kam es zu Komplikationen nach der Geburt. „Die Plazenta hat sich nicht abgelöst.“ Die gebürtige Vorarlbergerin wurde in Vollnarkose gelegt.

„War mit starken Medikamenten zugedröhnt“
„Ich war mit starken Medikamenten zugedröhnt“, erinnert sich die Mutter. Ella wurde ihr im heißen Vierbettzimmer, in Decken eingewickelt, trotzdem an die Seite gelegt. „Obwohl ich total neben der Spur war.“ Es wurde ruhig im Zimmer.

Stunden später, irgendwann zwischen 6.06 und 6.24 Uhr, stand eine Krankenschwester neben Mama und Baby. Ella war blau angelaufen. „Sie hat mein Baby geschnappt, ist rausgelaufen und hat nur geschriehen Sch...., Sch....!“ Ein plötzlicher Atem- und Herzstillstand. Das Kind überlebte, ist seither aber schwerst beeinträchtigt. Doch Schuld an dem Drama will niemand haben.

Sandra Ramsauer, Kronen Zeitung

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