Endlich Zeit für mich!

29.12.2018 08:00

Durch Meditation die eigene Mitte finden

Wer kennt das nicht: Man hetzt von Ort zu Ort, hat Tausend Dinge zu erledigen, will gleichzeitig den Partner, die Kinder und den Chef zufriedenstellen - und findet keine Zeit mehr, etwas für sich selbst zu tun oder sich zu entspannen .... Schluss damit! Sie wollen Ihren Alltag entschleunigen? Dann nehmen Sie sich JETZT Zeit für sich und tauchen Sie ein in die Welt der Mediation.

Holen Sie sich, ganz unabhängig von jeder Konfession oder Mythologie, etwas „Buddha“ in Ihr Leben - es wird sich lohnen! Wir unterstützen Sie auch auf der Suche nach mehr Ruhe und Gelassenheit. Denn geführte Meditationen helfen dabei, Klarheit und Gelassenheit zu entwickeln, beruhigen den Geist und bringen Tiefenentspannung - und Sie ein bisschen näher zu Ihrem Inneren.

Was ist eine Meditation?
Meditieren bedeutet in etwa „nachdenken, überlegen, nachsinnen“. Durch Konzentrations- und Achtsamkeitsübungen soll sich der Geist sammeln und beruhigen. Spirituelle Meditationen sind Bestandteil aller größeren Kulturen und Weltreligionen, in östlichen Kulturen gelten Mediationen als Lebens- und Erfahrungsform und als bewusstseinserweiternde Übungen. Während im Buddhismus das Erreichen des Nirwana das höchste Ziel darstellt, dienen Meditationen in der westlichen Welt meist der (Tiefen-)Entspannung und Konzentration. Fernab von Bewertungen und Gedanken an die Vergangenheit (Erinnerungen) und Zukunft (Ängste, ...) soll innere Einkehr ermöglicht werden.

Welche Formen der Meditation gibt es?
Es gibt viele Formen von Meditationsübungen. Man unterscheidet etwa zwischen Konzentrations-, Einsichts-, Achtsamkeits- oder auch Transzendentaler Meditation. Aktive Meditationen finden etwa im Rahmen verschiedener Künste und Traditionen statt, wie etwa Tantra, Budo, dem einfachen Gehen, Yoga, Rezitation oder auch diversen Kampfkünsten wie Taijiquan.

Wie werden Meditationen ausgeführt?
Meditiert wird an ruhigen Orten, ruhig atmend. Meist werden im Sitzen oder Stehen unterschiedliche Stand- und Atemübungen praktiziert. Es ist dabei nicht wichtig, welche Art der Meditation ausgewählt wird, so Jack Kornfield, Autor von „Meditation für Anfänger“. Geduld, Ausdauer und Üben seien essenziell: „Wichtiger ist, dass du, nachdem du dich für eine Art entschieden hast, auch dabei bleibst und sie regelmäßig praktizierst. Meditation verlangt Disziplin - das ist nicht anders, als Klavier spielen zu lernen ...“

Kornfield stellt in seinem Buch die Grundübungen der Achtsamkeits-Meditation vor. Als Meditationslehrer und Psychologe verhilft Kornfield seinen Hörern ohne jeden Hang zur Mystifizierung dazu, ein Stück Glück, inneren Frieden und Gelassenheit zu gewinnen - Qualitäten, die bei der Meisterung unseres hektischen Alltags von unschätzbarem Vorteil sind. Kornfield: „Achtsamer zu sein und gegenwärtiger, mitfühlender und wacher, ist etwas, das wir lernen können, wenn wir auf einem Meditationskissen sitzen - aber die Achtsamkeit hilft uns auch bei vielen anderen Gelegenheiten ...“

Was bewirken Meditationen?
Wer regelmäßig meditiert, kann Beruhigung erfahren und seinen Körper und psychische Gesundheit ins Gleichgewicht bringen. Meditationen können stressmildernd wirken, Ängste und Depressionen sowie die allgemeine Lebensqualität verbessern. Jack Kornfield: „Wenn wir uns die Zeit nehmen, zur Ruhe kommen, dann spüren wir - und jeder Mensch ist dazu in der Lage -, dass wir unser Leben viel mitfühlender und wachsamer leben können. Zu meditieren bedeutet, dass wir diese innere Fähigkeit fördern und sie in unserem Leben zum Ausdruck bringen.“ Achtsamkeit sei eine Möglichkeit, „inmitten von Bewegung unbewegt zu bleiben (...) Meditation ist keine Übung, die wir von Zeit zu Zeit durchführen, sondern eher eine Seinsweise, die jeden Augenblick des Tages bei uns ist.“

Das Wechselspiel der Stimmungen
Meditieren aber sorgt auch für Erfahrungen - Zweifel, Unruhe und Furcht können genauso auftreten wie Liebe, Glück und Wonne. Meist ziehen diese Gefühle schnell vorbei und man wird sich des nächsten Gefühls bewusst. Kornfield gibt folgenden Rat: „Fürchte dich nicht vor Gefühlen, welche auch immer während der Meditation in Erscheinung treten. Lass sie ein Bestandteil deiner Praxis werden.“

Was, wenn die Gedanken abschweifen?
Viele Menschen stellen während des Meditierens fest, dass sie sich in Gedanken verstricken. Doch spielt es keine Rolle, so Autor Jack Kornfield, wie lange dies dauert: „Wichtig ist vielmehr dieser magische Moment, wenn du wach wirst und erkennst: ‘Oh, ich war gerade in Gedanken.‘ Egal, ob es fünf Sekunden oder fünf Minuten später geschieht, das ist der entscheidende Momente, denn in diesem Augenblick hast du die Wahl, dich entweder weiter in Gedanken zu verlieren oder wieder ins Hier und Jetzt zurückzukehren.“

Wie kann ich Meditation erlernen?
Anfänger müssen den Kern der Meditation nicht allein erforschen. Es gibt zahlreiche Meditationsgruppen und Ratgeber, die sich mit Meditation in der Praxis beschäftigen und auch Anfänger den Einstieg erleichtern. 

Der Weg zu Tiefenentspannung
Ruediger Dahlke, Arzt, Autor und Seminarleiter, begründete seine ganzheitliche Psychosomatik, die bis in mythische und spirituelle Dimensionen reicht. Mit Büchern wie „Krankheit als Weg“, „Schicksalsgesetze“ oder „Schattenprinzip“ versucht der 66-Jährige Deutsche, Menschen zu eigenverantwortlichen Lebensstrategien anzuregen. Auf seiner CD „Tiefenentspannung zur Synchronisierung beider Gehirnhälften“ bietet er Heilmeditationen mit Musikuntermalung an, die Entspannung bewirken und die eigenen Heilkräfte verstärken.

Ziel dieser Entspannungsmeditationen ist, sich von Vergangenheit und Zukunft zu lösen und den gegenwärtigen Augenblick zu leben. Das wird erreicht, wenn linke und rechte Gehirnhälfte in Einklang kommen. Westlichen Menschen, die wir fast ausnahmslos die linke, logisch denkende Gehirnhälfte betonen, fällt das Loslassen von deren Ansprüchen besonders schwer. Auf der CD wird sie deshalb absichtlich und gezielt verwirrt, während die meist vernachlässigte rechte, archetypisch weibliche Seite durch entsprechend gefühlsbetonte Sprache und Musik Unterstützung erfährt. Dies führt zu einem Zustand der Tiefenentspannung, der sich mit jeder Wiederholung vertieft.

 krone.at
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