Schockierende Details

12.04.2018 11:48

Hat Weltverband 300.000 Dollar angenommen?

Rückblende: Im Dezember 2017 sorgte eine Entscheidung des Welt-Biathlonverbandes IBU für Kopfschütteln. Nachdem im McLaren-Report, dem WADA-Bereicht über systematisches Doping in Russland, 31 russische Biathleten aufschienen und der Kreml-Staat von Olympia 2018 ausgeschlossen wurde, verweigerte die IBU eine Kollektivstrafe. Im März dann der nächste Schlag: Russlands vom IOC gesperrter Star Anton Schipulin erhielt von der IBU eine Startberechtigung fürs Weltcupfinale, dass noch dazu im russischen Tujmen stieg. Mehrere Nationen boykottierten.

Eine, die diese Vorgänge stets rechtfertigte, war IBU-Generalsekretärin Nicole Resch (für sie gilt die Unschuldsvermutung), die bei der Razzia im Hauptquartier des Weltverbandes in Salzburg gemeinsam mit Präsident Anders Besseberg (Nor) im Fokus der Ermittlungen stand. Besseberg ist am Donnerstag von seinem Amt als Präsident vorläufig zurückgetreten. Der Vorwurf: Geschenkannahme und Bestechung nach §309 StGB in der Höhe von 300.000 US-Dollar, um Doping zu vertuschen. Beide traten zurück. Im Fall einer Anklage stehen die Verdächtigen in Österreich vor Gericht. Es drohen bis zu fünf Jahre Haft. 

Der Tatzeitraum betrifft vornehmlich die Biathlon-WM 2017 in Hochfilzen. Auch gegen russische Sportler wird wegen Anwendung verbotener Substanzen und schweren Betrug durch Doping ermittelt.

Anja Richter, Kronen Zeitung

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