Reiche Arbeitslose

13.03.2018 16:48

Drogen um 300.000 Euro in Lokalen verkauft

In Leibnitz flogen drei Steirer auf, die jahrelang mit Drogen im Straßenverkaufswert von 300.000 Euro gedealt haben sollen. Zwei Verdächtige legten sofort ein Geständnis ab, ein 20-Jähriger bestritt anfangs die Vorwürfe. Er befindet sich in Haft.

Der Fall kam bereits im November 2017 ins Rollen, als ein Polizeibeamter bei einer Routinekontrolle in Leibnitz ein Auto anhielt, in dem ein bereits amtsbekannter Süchtiger saß. Im Pkw stellten die Uniformierten eine größere Menge an Marihuana sowie eine Waage sicher. Damit lag der Verdacht nahe, dass der Steirer mit Drogen dealte.

„Über den 20-Jährigen sind wir nach intensiven Ermittlungen auf zwei gleichaltrige Weststeirer gestoßen“, berichtet ein erhebender Beamter, „wie sich herausstellte, haben die drei bereits seit 2014 Suchtgift verkauft“. Einer der Weststeirer – er kommt aus dem Raum Wies – erklärte den Drogenfahndern die Vorteile des Dealens so: „Ich geh’ mit 20 Euro in ein Lokal, und mit 1000 komm’ ich jedes Mal zurück.“

Das Trio soll im Dark- und Internet unter anderem 10,6 Kilo Marihuana, 900 Stück Ecstasy, 1550 Gramm 3MMC (ein verbotenes Aufputschmittel), 1,8 Kilo psychoaktive Substanzen sowie vier Deka Kokain bestellt und in Grazer, süd- und weststeirischen Lokalen verkauft haben. Bisher sind 50 Abnehmer bekannt. Bei den Steirern wurden auch verbotene Waffen (Stahlruten, Schlagringe, Wurfsterne) gefunden.

Manfred Niederl
Manfred Niederl

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