Direktoren überzeugt:

12.03.2018 14:39

„Soziale Medien machen Schüler psychisch krank“

Neun von zehn Direktoren weiterführender Schulen in Großbritannien sind überzeugt, dass soziale Medien die psychische Gesundheit ihrer Schüler schädigen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Association of School and College Leaders. Die Lehrervereinigung macht sich daher für strengere Gesetze und Regulierungen von Facebook & Co. stark.

Für die Umfrage wurden im Jänner 460 Schuldirektoren in England, Wales und Nordirland nach dem Einfluss von sozialen Medien auf das Verhalten ihrer Schüler während der vergangenen zwölf Monate befragt. 95 Prozent der befragten Schulleiter waren der Meinung, dass die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden eines Teils ihrer Schüler durch die Nutzung sozialer Medien gelitten habe. Viele (39 Prozent) gaben an, dass mehr als die Hälfte ihrer Schüler davon betroffen sei.

Cyber-Mobbing, Hass-Postings & Co.
Demnach wussten nahezu alle Direktoren (459) von Online-Mobbing über soziale Medien zu berichten. 40 Prozent gaben an, dass entsprechende Vorfälle täglich oder wöchentlich gemeldet würden. Ebenso berichteten fast alle Direktoren (457) davon, dass ihre Schüler online mit sexuellen Inhalten, Mobbing oder Hass-Postings konfrontiert würden. Bei fast einem Drittel der Schüler (27 Prozent) geschehe dies täglich oder wöchentlich.

  • Symbolfoto
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Schlafmangel und verringertes Selbstwertgefühl 
96 Prozent der Direktoren berichteten zudem von Schlafmangel bei den Schülern aufgrund der intensiven Social-Media-Nutzung. 93 Prozent wussten darüber hinaus von Fällen zu berichten, in denen Schüler aufgrund „idealisierter Bilder“ auf Instagram & Co. über ein verringertes Selbstwertgefühl verfügten.

"Die Nutzung sozialer Medien durch die Schüler hat sich in den letzten fünf Jahren beschleunigt, und gleichzeitig sind die Berichte über psychische Probleme, Selbstverletzungen und drohende Selbsttötungen gestiegen. Vor fünf Jahren hatte unser Sicherheitsprotokoll höchstens einen Eintrag pro Woche - jetzt kommt täglich einer hinzu", wird ein Direktor zitiert.

  • Mobbing ist heutzutage ein Massenphänomen.
    Mobbing ist heutzutage ein Massenphänomen.

Direktoren fordern besseren Schutz ihrer Schüler
Neun von zehn befragten Schulleitern (93 Prozent) machen sich daher für neue Gesetze zum Schutz der Kinder vor den negativen Folgen sozialer Medien stark. 77 Prozent fordern außerdem eine bessere Aufklärung der Eltern über die Gefahren seitens Regierung sowie soziale Medien.

 krone.at
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