„Spalten Gesellschaft“

12.02.2018 14:41

Unilever will Facebook & Co die Werbegelder kürzen

Der britisch-niederländische Konsumgüterhersteller Unilever droht seine Werbeausgaben für digitale Plattformen wie Facebook und Google zu kürzen. Man werde künftig nur noch Reklame machen, wo Kinderschutz gewährleistet sei und keine "Spaltung" der Gesellschaft vorangetrieben werde, sagte Marketing-Chef Keith Weed am Montag auf einer Konferenz in Kalifornien.

"Als zuverlässiger Anzeigenkunde will Unilever nicht auf Plattformen Werbung machen, die keinen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten", sagte der Manager des Herstellers von Dove-Seife und "Ben & Jerry's"-Eis. Zudem werde man das Thema geschlechtsspezifische Stereotypen angehen.

Unilever selbst war voriges Jahr stark in die Kritik geraten wegen einer Dove-Werbung auf Facebook, die vielen als rassistisch galt. Das Unternehmen hatte sich daraufhin entschuldigt. Weed sagte, Konsumenten sei der Mehrwert für Werbekunden weitgehend egal. "Aber es geht sie sehr wohl etwas an, wenn sie ihre Marken sehen, die neben Anzeigen platziert sind, die Terror finanzieren oder die Ausbeutung von Kindern."

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