Viele Läden zu:

09.02.2018 10:58

Kampf gegen das Geschäfte-Sterben

Initiativen für eine florierende Innenstadt wurden vor der Gemeinderatswahl in Krems versprochen. Seither hat sich die Zahl der leer stehenden Geschäfte aber trotz Neueröffnungen um ein Drittel erhöht. Die Politik feilt indes an Mieterleichterungen und besserer Bewerbung. Konkrete Maßnahmen gibt es aber noch keine.

Wieder steht ein Lokal leer – in Krems leider keine Seltenheit mehr. Trotz bester Lage ziehen sich immer mehr Geschäfte aus der Fußgängerzone zurück. Die Kunden, so scheint es, gehen lieber in den Einkaufszentren am Stadtrand shoppen. Dort gibt es offenbar auch genug (Gratis-)Parkplätze. Im Schnitt standen in den vergangenen Jahren 15 Geschäfte im Zentrum leer, derzeit sind es sogar 20.

„Innerhalb weniger Wochen haben zwischen dem Täglichen Markt und der Spänglergasse sieben Läden zugesperrt“, rechnet Vizebürgermeister Erwin Krammer von der VP vor. Er will mit einem Stadtmarketing für frischen Wind sorgen – und Mieterleichterungen für neue Betriebe umsetzen.

Bis zur Budgetsitzung am 28. Februar will man Nägel mit Köpfen machen. Laut Stadtchef Christian Resch (SP) wird intensiv an einer Lösung gearbeitet. Den Anrainern selbst geht das aber nicht schnell genug: „Immer wird nur herumgeredet!“

Thomas H. Lauber, Kronen Zeitung

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